FST 049 AMBER SMITH - MY LITTLE SERVANT

 

11 Track CD- Album

Cat.No. FST 049

            Amber Smith    My little servant

                        Wake up

                        Teddybear

                        … and that was all

                        Geraldine

                        Birthday girl

                        Belfast

                        I was the first

                        Iceland

                        Rusty Willoughby

                        The sea

 

Neue, aufsteigende Bands werden ja häufig und in jedem kleinen Ansatz, der sich bietet mit allen möglichen anderen Bands verglichen, um sie möglichst genau einzuordnen. Das ungarisch/englisch/amerikanische Quartett Amber Smith kann davon ein Lied singen. Neben Vergleichen mit Strangelove, Coldplay, Travis, Gene, The Divine Comedy werden die vier gar in einem Atemzug mit Radiohead genannt. Amber Smith lassen sich jedoch ganz und gar nicht so leicht katalogisieren, zu komplex ist ihr Schaffen. Sänger und Songwriter Imre Poniklo verkörpert die Art von Frontmann, die man sich bei einer Gitarrenband wünscht – starke Stimme, gepflegter Umgang mit seiner Gitarre und eine große Portion Introversion. „My Little Servant“, aufgenommen im Berliner Indielabel Firestation-Tower-Records, zeichnet sich durch seine Vielfältigkeit aus. Da gibt es einerseits klasse Gitarrenpop-Nummern wie „I Was The First“ oder das ruhige „Birthday Girl“, andererseits Beatpop-Tracks wie „Wake Up“ und beim Song „Geraldine“ mit seinen Trompeten- und Xylophoneinsätzen bin ich dazu geneigt, einen Vergleich mit Tahiti 80 anzustellen.

Absoluter Tipp. 9/10

Toni, britpoparsenal




as longtime fans of laszlo kiss, tibor nyilasi and andras torocsik (nb these are punk / new wave-era hungarian world cup footballers rather than hip new IDM acts or prospective warp records signings) we just had to listen up when new talent from hungary came knocking, and if you like new order or slipslide or any other master craftsmen of pop but also have time for a little dark side to your songs, then it is worth you sticking around for this the new album by amber smith (named after the swimwear model) on berlin's ever-fruitful firestation tower records. while the lyrics, sung in english by chief songwriter imre poniklo, tend frequently into the quirky ("you look like a bus driver / but i know you're not" or an even more accusing "i bet you're a fan of mogwai"), which gives them a little extra character, the band's real talent is just for arranging intelligent pop songs without sacrificing accessibility and the highpoints are in fact the unashamedly fine choruses on the likes of "teddy bear" (after a verse propelled by peter hook-style bass melody) and "iceland". at times, as with the bright "geraldine", you may even think of fellow continental all-stars brideshead, which again can hardly be regarded  as a problem.
it's a shame no-one in the uk seems to pick up on bands like this, especially as rough trade and cherry red would have been wooing them back in the day: although their jangle is pretty polished and might be too much so for more roughneck tastes, the songs are so well hewn, especially the way that the host of melodies collide around choruses like meteors caught in a storm, that we'd be quite happy if new order were still doing stuff as bass-driven and tuneful as most of the songs here...

                              www.iltwtt.org

 

Forgive me, I can't remember the last Hungarian band I liked. So welcome Amber Smith! All the way from Budapest, no less, and peddling a sort of New Order inspired pop that has these feet a-tapping away in no time.
Indeed, 'Teddybear' is pure 'Technique' -era New Order and should really be saved for a summer's day razzing around in an open top bus or something. Meanwhile, back at the ranch, 'Geraldine' is a dainty little polka thing that brings to mind Tahiti 80. Which is all very off. Enjoyable, but very odd. Because I had the impression that, after opener 'Wake Up', this was to be one of those new fangled icy electronic albums. Imagine my surprise then, when, upon hearing the clap-tastic 'Rusty Willoughby' I put my shorts on and took the beach ball out. Of the cupboard I mean. I rambling. This is a good album. That is all.

 

Tasty Fanzine

 

 

Eine meiner liebsten Urlaubsbeschäftigungen im Ausland ist die Entdeckung lokaler Bands, die durch unsere allgemeine Fixiertheit aufs anglo - amerikanische Pop-Geschehen nur allzu leicht überhört werden. Doch wer sich mal eingehender beispielsweise mit den Pop-Szenen Frankreichs, Spaniens, Japans oder Tschechiens auseinandersetzt, wird dort wahre Perlen entdecken. Dem rührigen Berliner Label Firestation Tower Records ist es nun zu verdanken, dass wir ohne weit reisen zu müssen in den Genuss der ungarischen Popster Amber Smith kommen können. Wer sich Anfang / Mitte der Achtziger von euphorischen Melodien, melodiösen Bass – Hooks, angenehm schreddeligen Gitarren garniert mit dezenten Keyboards und sehnsüchtig melancholischen Gesangslinien verzaubern ließ (remember Postcard, die Beatphase von Factory, C-86 und frühe Creation), der wird sich dem Charme von Amber Smith nur schwerlich entziehen können. Und ich dachte schon, dass sie heute keine Songs mehr wie diese schreiben: Today we’re gonna party like it’s 1986…  Thxl

 

PS: Allen Musik-Archäologen und Zuspätgeborenen in Sachen Indiepop sei hiermit noch kurz der dritte Teil der formidablen Compilation-Reihe The Sound of Leamington Spa ans Herz gelegt.   

 

(notes nr. 98, 11/12 2003)

 

 

Neue Ohrwürmer auf dem Vormarsch!

 

Britpop kommt wie der Name schon sagt aus good old England, und wenn man dem Sänger Imre Poniklo der Band Amber Smith so lauscht, dann klingt das very British. Wäre da nicht dieser Name, der so gar nichts Britisches an sich hat. Und ganz recht - der stilvoll gekleidete Frontmann kommt aus dem Land der Puszta und Palatschinken – richtig, aus Ungarn. Mit ihrer furiosen Tournee im September/Oktober durch Städte wie Frankfurt, Hamburg, Chemnitz, Dresden konnten sich Amber Smith endlich auch in deutschen Landen unter Beweis stellen.

Oft schon kam der Vergleich mit der Britpop-Ikone Coldplay. Und tatsächlich - man kann sich messen ohne zu einer billigen Kopie zu werden, denn die eigene Note bleibt. Mit ihren Songs schaffen es Amber Smith, ein wohlig warmes Gefühl rund um die Herzgegend zu erzeugen. Etwas Popmusik mit dem zarten Schmelz wunderbarer Melodien und der Hingabe an das große Gefühl, mal heftiger e-gitarrig, dann wieder entspannt akustisch. Endlich einmal wieder gute Musik von Menschen, deren Nasen noch nicht in solch luftigen Höhen schweben, dass sie für uns Normalsterbliche unerreichbar scheinen.

Dank ihrer unglaublichen Präsenz und Hingabe, vor allem aber durch die Überzeugungskraft ihrer Musik haben sie auf ihrer letzten Tour jede Menge neue Fans für sich gewonnen. Wenn man sieht, wie die vier Jungs miteinander harmonieren, fällt es schwer zu glauben, dass es die Band in der jetzigen Form noch gar nicht lange gibt. Gerade mal ein Jahr ist es her, als sich Nate (drums), Oscar (bass), Pete (keybord) und natürlich Imre (vocals) zusammenfanden. Bis dahin war es ein langer steiniger Weg, den Sänger Imre Poniklo zeitweise allein bestritten hat. Unglaublich, dass er lange dachte, er könne nicht singen. Wer ihm einmal zugehört hat, der kann bei solch einem Gedanken eigentlich nur lachen. Urteil: notorische Selbstunterschätzung. Doch Gott sei Dank haben Freunde Imre eines Besseren belehrt, so dass er mit den selbstgeschriebenen Songs in der Tasche eines Tages doch zum Mikro griff und 2000 mit ein paar Musikerfreunden die Band Amber Smith gründete.

Von langer Dauer war das damals allerdings nicht, denn der Ruf der Ferne dröhnte durch Imres Ohren und zog ihn in westlichere Gefilde - genauer gesagt nach Berlin. Dort sollte sich bereits andeuten, was es heute nicht mehr zu bezweifeln gibt: Imre Poniklo schwimmt auf Erfolgskurs. Das Berliner Label Firestation Records zeigte sich beeindruckt und beschloss, die Band zu supporten. Also ging es vorerst zurück nach Ungarn, wo es eine Fortsetzung der Band gab. Doch kurzlebig wie so viele Dinge, sollte sich auch das bald wieder zerschlagen. Die anderen Mitglieder formierten sich zu einer eigenen Band, und Imre stand vor dem Nichts. Und was tut man so oft, wenn einen rein gar nichts mehr hält? Man sucht das Weite - und so zog es den stimmbegabten Ungarn in die Geburtsstätte des Britpop, nach London und später auch nach Irland.

Dort nahm er sich die Zeit für neue Songs, die zumeist von eigenen Gefühlen und Erlebnissen inspiriert sind. Auch wenn er fernab von seiner Heimat nicht wirklich viel vermisste, verschlug es ihn zurück nach Ungarn. Mit neuer Energie und neuen Lyrics im Gepäck beschloss er einen letzten Versuch zur Wiederbelebung von Amber Smith zu wagen. Und da ist sie: Die neue Amber Smith Crew. Mit ihrem Album "my little servant" haben sie ein gefühlvolles Meisterwerk mit Gänsehauteffekt geschaffen. Überzeugend ist auch die Vielfältigkeit des Albums. Da gibt es einerseits klasse Gitarrenpop-Nummern wie „I Was The First“ oder das eher ruhige „Birthday Girl“, andererseits Beatpop-Tracks wie „Wake Up“ und Trompeten- und Xylophoneinsätze beim Song „Geraldine“. Fazit: Unglaublich gelungen!

Obwohl ungarische Bands heutzutage eigentlich nicht viel zu erwarten haben, weil sich einfach kaum eine Record Company die Mühe macht, solche talentierten Bands zu suchen und zu unterstützen, haben sie es geschafft. Amber Smith ist nicht mehr anyone. Sie werden wohl bald dafür sorgen, dass Ungarn auf der Landkarte der Musikgrößen nicht mehr in der Versenkung verschwindet und für mehr als nur Kulinarisches bekannt sein wird.

 

Christin Otto

  Popfrontal

    

Neue, aufstrebende Bands werden ja häufig und in jedem kleinen Ansatz, der sich bietet mit allen möglichen anderen Bands verglichen, um sie möglichst genau einzuordnen. Das ungarisch/englisch/amerikanische Quartett AMBER SMITH kann davon ein Lied singen. Neben Vergleichen mit COLDPALY, TRAVIS und THE DIVINE COMEDY wird das Quartet gar in einem Atemzug mit RADIOHEAD genannt. AMBER SMITH lassen sich jedoch ganz und gar nicht so leicht katalogisieren, zu komplex ist ihr Tun.
Sänger und Songwriter Imre Poniklo verkörpert die Art von Frontmann, die man sich bei einer Gitarrenband wünscht. Starke Stimme, gepflegter Umgang mit seiner Gitarre und eine große Portion Introversion.
"my little servant" zeichnet sich durch seine Vielfältigkeit aus. Da gibt es einerseits klasse Gitarrenpop-Nummern wie "i was the first" oder das ruhige "birthday Girl", andererseits Beatpop-Tracks wie "wake up" und beim Song "geraldine" mit seinen Trompeten- und Xylophoneinsätzen bin ich dazu geneigt, einen Vergleich mit TAHITI 80 anzustellen.

                                  www.radio19-4.de

Lieder über die Liebe: „Amber Smith“ kommen

Das Album setzt mit einem stoischen Schlagzeugrhythmus ein, dazu gesellt sich eine Keyboard-Kindermelodie, dann der Bass, dann die sanfte Schmeichelstimme eines Sängers. Schließlich grollt es im Hintergrund ein wenig, als würde ein Gewitter aufziehen: „Amber Smith“ aus Budapest sind minimalistische Atmosphärenmeister. Sie singen Zeilen wie „Oh, the heaven is in you“ oder „I could stay here for endless nights“– gefällige Popphrasen zwar, doch wenn Imre Poniklo, der Chef dieses sentimentalen Unternehmens, sie mit bittersüßen Zwischentönen anstimmt, klingt alles erstaunlich neu. „Teddybear“, das zweite Stück des beim Berliner Label „Firestation Records“ erschienenen Albums „My Little Servant“, schmeckt ebenso zartbitter – beste britische Popschule. Warum eine ungarische Band es sich zur Aufgabe gemacht hat, britischer als die britischsten Bands zu klingen? Vielleicht werden Poniklo und seine Band uns im Frankfurter Clubkeller darüber aufklären.

                                                           mpe.

        Frankfurter Allgemeine Zeitung