
FST 055 GREG MURRAY - TYMES TEN
Greg Murray - Tymes ten
10 Track
CD- Album
Cat. No.
FST 055
Edge
Dining
The gathering
Seen it all
Go honey
God damn
Nails to the quick
Young
Orange peel
Home maker
Hailing from Lurgan, County Armagh, Greg Murray, now based in Baford, has released a collection of solo songs causing a minor stir among those in the know. With a whimsical, vaguely psychedelic feel of the 1960's, Tymes Ten is like nothing else out there at the moment. Introspective it may be. But it has a west coast feel to be shared by all.
Rating: 4/4
Sunday sentinel based in Manchester
Kürzlich
sagte Greg Murray in einem Interview, er habe noch nie einem fröhlichen Song
geschrieben - unter anderem deshalb, weil er prinzipiell auf der Seite der
Underdogs, der Verlierer, stehe. Schade, denn irgendwie hört man heraus, dass
der Mann aus Irland durchaus das Zeug zum Swing hätte. Aber sei's drum. Er
ist eher traurig, und darum sind die zehn Stücke auf seinem Debüt eben arg
getragen. Schön sind sie allemal.
Murray, der in den letzten Jahren sporadisch Singles und EPs veröffentlichte,
unter anderem mit dem auch auf dieser CD vertretenen "Go Honey"
einen der schönsten Popsongs des Jahres 2002, macht dabei alles selbst. Und
wer jetzt den verkopften Gitarren-Songwriter vor dem inneren Auge aufziehen
sieht, denn unrasierten Lonesome Cowboy mit der Gitarre, der hat Unrecht.
Stolze 13 Instrumente sind es, die Murray auf dieser Platte einsetzt - wenn
man seine schöne, ein wenig an Mercury Revs Jonathan Donahue erinnernde
Stimme und das Powerbook, auf dem er seine Songs für gewöhnlich aufnimmt,
dazu zählt, sind es sogar 15. Heimarbeit der Spitzenklasse also, diesmal
trotzdem produktionstechnisch veredelt: John Kettle, der schon den ähnlich
gepolten Badly Drawn Boy produzierte, saß auch hier noch einmal hinter den
Reglern. Das Ergebnis: Gediegener und für eine One-Man-Show erstaunlich
opulenter Pop, der seine Lektionen in Sachen Popgeschichte von Simon &
Garfunkel bis House Of Love gelernt hat, der zitiert, ohne abzuschreiben. Vor
allem aber: der verdammt gut gefällt. Ach ja: Kaufen, bloß nicht brennen -
denn es gibt wunderschönes Artwork dazu.
Ausgezeichnet
Jochen Overbeck
Greg Murray Interview by Toshiko Matsumoto (Apple Crumble Record)
Ein außergewöhnlicher Zeitgenosse. Der irische Multiinstrumentalist spielt über dreizehn Instrumente und hat die zehn Albumtracks zuerst am heimischen Mac eingespielt, bevor er ins Studio ging, um sie dort von Schlagzeuger Russel Hawley und Produzent John Kettle (Badly Drawn Boy, Aidan Smith) veredeln zu lassen. Murray verbindet in seinen meist melancholischen Liedern Gitarren- und Keyboardriffs mit harmonischen Melodien, die den großen Einfluss von Belle & Sebastian, The Smiths und den frühen Simon & Garfunkel wieder spiegeln. „Tymes Ten“ erinnert vom ersten Moment an einen alten Freund, den man nach vielen Jahren wieder sieht. „Kill a pop star – they're all the same“ lässt uns Murray in „Nails To The Quick“ wissen und belegt eindrucksvoll, dass große Popmusik auch in Zeiten der vielen Castingshows noch zu finden ist. (jm)
www.live-magazin.de
greg ist verliebt. verliebt in
harmonien. seine stimme ist instrument dieser verliebtheit. wenn leidenschaft
hier exotherme konsequenzen nach sich zieht, dann als schüchterne wärme, die
aber mit voller wucht trifft. sie läuft nicht auf reserve wie eine batterie, um
irgendwann zu versiegen, darin liegt der unterschied zwischen schüchternheit
und zurückhaltung. sie wirkt, traut sich nur nicht, den direkten blick zu
gebrauchen. melancholie, so lautet auch gregs diagnose, schwebt über all dem.
“tymes ten” spricht für alle romantiker, die sich nicht schämen, daß
licht zu dimmen. ganz zu beginn mit träumerischer 60s sentimentalität im
geiste von simon&garfunkel, dann direkt hinübergetragen in die verehrung
der smiths. die akustische slide gitarre im schatten ihrer non-slide-sister
entdeckt herzensbrecherisch mit “dining” das licht der welt und setzt sich
fort in den ebenfalls wunderschönen stücken “the gathering” und “seen it
all”. der multi-instrumentalist murray zieht neben tausend und einer
percussion auch die mundharmonika zu rate, wenn er “god damn” an die red
house painters erinnert. und auch wer elliott smith, die kings of convenience,
hidden cameras und teenage fanclub mag, kann sich getrost greg murray anschließen.
wo hat sich dieser, über das jungmänneralter erhabene singer und songwriter
eigentlich immer versteckt? als ire in england gewiss in diversen pubs. ewig
rotierend auf tape nahmen sich schließlich 2002 diverse plattenfirmen der veröffentlichung
seiner e.p.’s an und inzwischen hat er in jedem wichtigen label-land einen
vertreter gefunden. raus aus der isolation, die seinem schaffen doch so
lebenswichtig zu sein scheint. darin fühlt er sich mercury rev nahe und wo die
einst jubelchöre auslösten, da rollt auch auf murray eine welle der
begeisterung zu. mercury rev reagierten mit rückzug und wenn man greg in
“young” singen hört: “you got what you wanted, and it almost seems a
lifetime away, i got a smack in the mouth, and i can still feel the bruise
today”, dann möchte man ihn nie auf tour schicken, nie ein interview geben
lassen, aus angst, er könne einem im erfolgsfall seine wärme wieder entziehen.
“maybe i’m so obvious, at least i humor you, at least i try to take you
away“, manche dinge sind so offensichtlich, daß man sie übersieht, bis sie
verschwunden sind.
(ww)
www.revolver-club.de
Optimistisch, aber bereit für
die Niederlage
Man kennt das ja, das alte Klischee vom Geschichten-Erzähler aus Irland, der in
einer Kneipe oder in seinen eigenen vier Wänden auf der Akustik-Gitarre spielt,
dazu Geschichten direkt aus dem Leben erzählt bzw. singt. Greg Murray ist auch
so ein Exemplar, allerdings beschränkt sich sein musikalisches Instrumentarium
nicht nur auf die Akustik-Gitarre, das übliche Line-Up aus Bass und Schlagzeug
kommt hinzu. Und wir reden hier nicht vom Folkie mit Flöte, sondern von einem
sensiblen Songwriter mit einem Talent für schöne Melodien.
Greg Murray stammt ursprünglich aus Lurgan in County Armagh, Nord-Irland, lebt
inzwischen in Stoke-on-Trent und hat soeben sein Debüt-Album "Tymes
Ten" via Firestation Records hier in Deutschland veröffentlicht. Zuvor
hatte es bereits einige kleinere Veröffentlichungen auf 7"-Vinyl oder als
CD-Single gegeben, doch ein Debüt-Album nimmt da natürlich einen ganz anderen
Stellenwert ein, wie auch Greg im Interview mit Gaesteliste.de findet: "Ich
freue mich richtig darauf, dass das Album nun endlich veröffentlicht wird, denn
die ganze Arbeit hat sich über ein Jahr lang hingezogen - aber ich weiß natürlich,
dass so etwas seine Zeit braucht. Ich fühle mich auch geehrt, dass es endlich
herauskommt, denn es gibt dort draußen viele Künstler, denen diese Möglichkeit
nicht gegeben wurde. Das behalte ich natürlich immer im Hinterkopf." Wie
es mit allen Songwritern so ist, hat er auch unzählige Songs oder Song-Ideen in
petto - er selbst beziffert dies auf ungefähr 300. Eine hübsche Summe, aus der
die besten Songs für das Album herausgesucht werden mussten. "Die Songs
sind alle recht alt", gibt Greg zu Protokoll. "Einige davon habe ich
vor fünf Jahren geschrieben, aber sie hängen irgendwie alle zusammen. Die
Songs habe ich alle in meinem Home-Studio aufgenommen, und ich habe es mir angewöhnt,
die Stücke auf CDs zu pressen und so wie sie entstanden sind,
durchzunummerieren. Der Großteil des Albums stammt von CD Nummer drei. Aber ich
nehme auch viele Sachen für Freunde und meine Familie auf, und sie geben mir Rückmeldung,
welche Stücke sie gut finden und welche nicht. Manchmal lade ich Freunde ein,
spiele ihnen Songs vor und frage sie direkt nach ihrer Meinung. Instant
Feedback...es gibt nichts besseres. Dadurch habe ich einige Freunde
verloren...nein, das war nur ein Witz, aber ich bestehe schon darauf, dass sie
mir ihre ehrliche Meinung direkt sagen. Die Auswahl der Songs für das Album
erfolgte auf eine ähnliche Weise."
Greg hat keine feste Band im Rücken, sondern arbeitet mit vielen befreundeten
Musikern, um den Stücken ein größeres Gewand zu geben. Für Live-Auftritte
sucht er sich gleichgesinnte Menschen aus, aber wenn es an's Songschreiben geht,
lässt er alle außen vor - Songwriting ist für ihn eine sehr persönliche
Angelegenheit, in der Vergangenheit hatte sich beim Versuch, mit anderen Leuten
gemeinsam zu schreiben, gezeigt, dass das Gefühl nicht so recht stimmen wollte.
Das Gefühl seiner Musik und seiner Texte strahlt eine gewisse Melancholie und
Tiefe aus. "Mir hat mal vor einigen Jahren jemand erzählt, dass wir
Menschen nur durch Verlust, Negativität, etc. dazu in der Lage sind, anderen
Menschen diesen Verlust auf eine Ebene zu schildern, dass sie ihn nachvollziehen
und verstehen können. Wir Iren sind alle große Geschichten-Erzähler, und nur
durch das Erzählen sind wir dazu in der Lage, die Geschichte weiterzugeben und
Dinge zu verändern. Ich habe es irgendwie nie geschafft, einen fröhlichen Song
zu schreiben, und ich denke, als jemand, der auf der Seite des Underdogs ist,
bin ich zwar immer der Optimist, aber immer auch auf die Niederlage vorbereitet.
Dieses Thema spiegelt sich in vielen meiner Songs wider. Und mir wurde des Öfteren
gesagt, dass meine Stimme mehr zu den zu Herzen gehenden, emotionalen Dingen
passt als zu den eher offensichtlichen." Aber mögen die Songs noch so
nachdenklich stimmen, es gibt immer noch Licht am Ende des Tunnels. "Wo wären
wir ohne das Licht? Wie ich ja eben bereits erwähnt, bin ich der Optimist und
ich glaube daran, dass wir uns zwar immer zwischen Gut und Böse hin- und
herbewegen, aber letztendlich doch beim Guten landen werden - was ja in vielen
Ideologien enthalten ist. Die meisten meiner Songs fallen in die Kategorie, in
der es die Wahl zwischen Positiv / Gut und Negativ / Böse gibt, Ying und Yang
etc. Aber ohne eine dieser beiden Zutaten werden die Dinge zu sicher und
teilnahmslos."
Auf den zweiten Blick reagiert Greg allerdings nicht besonders teilnahmslos,
wenn es um aktuelle Musik geht. "Ich habe in den letzten Jahren kaum CDs
gekauft und bin recht selten auf Konzerten anderer Bands gewesen. Ich glaube
daran, dass die kreative Seite in jedem von uns schlummert - bei manchen
weniger, manchen mehr, und manchmal ist es mit Persönlichkeit vermischt und ich
weiß, dass es nicht viel bedarf, einem Künstler es zu ermöglichen, dorthin zu
gelangen, wo er einer Generation etwas diktieren kann. Qualifiziert dich die
Tatsache, dass du 20 Jahre alt bist und eine Hit-Single hast, dazu, der Welt
dein Verständnis und dein Denken zu diktieren? Ich denke nicht...", gerät
Greg ein wenig in Rage. Da kommt es wohl auch nicht von ungefähr, dass er auf
seiner Website verlauten lässt, dass er hofft, der Leser der Website sei auf
ihn durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder eine seiner Veröffentlichungen gestoßen
sei, und nicht unbedingt die ganze Welt eher per Zufall. "Ja, das stimmt
schon. Ich habe über die Jahre hinweg viele Leute nach ihrer Meinung nach
meiner Musik gefragt, und manchmal kommen Antworten wie '...sie ist wirklich
gut...' oder '...du hast eine schöne Stimme...', und ich erkenne, dass sie das
Wesentliche nicht wirklich begreifen. Als man noch in der Schule war und etwas
im Radio gehört hatte (Evening Session oder John Peel - God rest him), was
einfach großartig war, wollte man es allen seinen Freunden als etwas Besonderes
vorspielen, etwas, das fast zu zerbrechlich für den Rest der Welt gewesen ist,
etwas, das dich persönlich berührt hat. Ich würde mich freuen, wenn das auch
auf meine Musik zutreffen würde, und als ich das Album aufgenommen und das
Artwork selbst übernommen hatte, wollte ich etwas wirklich Persönliches
weitergeben." Was er auch mit "Tymes Ten" geschafft hat. Wir
entschuldigen uns hiermit, etwas Aufmerksamkeit auf Greg Murray gerichtet zu
haben - aber gute Musik muss einfach verbreitet werden.
David Blum
10 Stücke erwarten den Hörer
auf der ersten LP- Veröffentlichung von und mit Greg Murray , geboren in
Irland. Er selbst erscheint als musikalischer Tausendsasser, spielt immerhin 13
verschiedene Instrumente, der in seinen Liedern ebenso Songmuster von aktiven
Bands wie den Magnetic Fields, Kings of Convenience oder Mercury Rev vereinigt,
wie von längst Deaktivierten oder Verblichenen. Vom ersten Ton an schließt der
Hörer das Album in sein Herz und es läuft ihm beim Zuhören stets eisig den Rücken
herunter.
Greg Murray selbst erwähnt auf die Frage seiner musikalischen Prägung, The
Smiths und Teenage Fanclub. Erstgenannte lassen sich nur schwer heraushören,
dies ist aber nichts Verwerfliches, da die „Smithsche“ Stimme seines
Gleichen sucht und es aber generell für jede Band richtig und wichtig ist, die
Smiths als musikprägendes Element zu erwähnen. Nichts desto trotz lassen sich
Stimmungen erahnen, in denen Lieder nach dem intensiven Hören Morrissey`s
geschrieben wurden, „god damn“ sei hier erwähnt und wärmstens empfohlen.
Für Liebhaber der handgemachten Musik ist "tymes ten" mehr als ein
Tipp, vielleicht ein Muss? Elektronische Elemente fehlen völlig, ohne dabei
vermisst zu werden. Auf "times ten" trifft alt auf neu, serviert der
20jährige, der 40jährigen feinstest Kürbiskompott.
Man glaubt in Einem gerade gekauften Anzug gehülltl, durch die späten 80er zu
wandeln. So bläst die Platte einem gleichvoll Stimmungen a la Spätachtziger
House of Love( „the beatles and the stones“) so in „dining“ aber auch
Musik made jüngerem Datums wie I´m kloot („proof“) in „edge“, in den
Raum. Es wäre jedoch viel zu einfach, ja fast beleidigend," tymes
ten" und seinen Macher auf vor erwähnte Künstler zu reduzieren. Man kann
auch leicht Luna, Belle and Sebastian oder gar Ian Browdie singen hören. In
tymes ten steckt eben viel drin. Viel Gewesenes, Vergangenes. Es wird neu
arrangiert, Greg Murray kleidet musikalische Geschichte neu ein.
Das Werk ist auf jeden Fall ein Highlight und das Reinhören wert. Anspieltipps,
„dining“, „the gathering“ oder „god damn“.
Tymes ten erscheint auf Firestation. [las]
www.elisabett.de
Suona tredici strumenti
differenti e nelle sue canzoni unisce Magnetic Fields, Belle&Sebastian,
Mercury Rev e Kings of Convenience. Sostiene di essere profondamente influenzato
da Smiths, Sam&Dave e Teenage Fanclub. E' l'Irlandese Greg Murray, il cui
album "Tymes Ten" (10 canzoni + un video), prodotto da John Kettle
della Twisted Nerve, uscirà a fine novembre per Firestation Records. Murray ha
già pubblicato dischi per Shelflife ed Elefant Records.
www.indiepop.it