FST 056 ODGENS - GET IT FASTER

 

            The Odgens     -  Get it faster

10 Track CD- Album

Cat.No. FST 056

 

                        Big man

                        The sun

                        Catch my heart

                        Going down

                        Give it up

                        Brand new day

                        Around the corner of my town

                        Keep it on

                        (We got it) Faster

                        What about tomorrow

 

Hamburg. Zugegeben: es sind schon einige Monate seit der Veröffentlichung von "get it faster", dem ersten offiziellen Studioalbum von Odgens vergangen. Trotzdem wollen wir es uns nicht nehmen lassen, das Album einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Von 2003 bis 2004 haben Odgens gemeinsam mit Rodger Wahlmann in den Cliff Studios in Schleswig-Holstein am Sound der 10 Tracks umfassenden Scheibe gearbeitet. Herausgekommen ist ein Album, das es mit Leichtigkeit schafft, sich im Ohr des Zuhörers festzusetzen.
Bereits beim Opener "big man" merkt, dass Odgens im Vergleich zu früheren Demos "glatter" geworden sind. Der Rotz, der doch stark an Oasis erinnern ließ, ist zum größten Teil gewichen.
Nach "the sun" folgt mit "catch my heart" einer der ausdrucksstärksten Songs des Debüts der Hamburger. Der Refrain kommt locker rüber und man kann sich gut vorstellen, wie Sänger Oliver an einem Sommerabend am Strand entlang stolziert und die Phrasen rausträllert.
Der nächste Track "going down" hingegen ist ein harter Kontrast zu "catch my heart" und beweist, dass Odgens es nicht verlernt haben zu rocken. Das Zusammenspiel der Drums/Bass-Abteilung mit den flächigen Gitarren erzeugt einen Sound von dem Sir Gallagher träumen würde.
Nach "give it up" und "brand new day" folgt mit "around the corner of my town" ein weiterer hitverdächtiger Song. Schöne Harmonien, klasse Lyrics - die zum größten Teil leider nicht von der Band selber getextet worden sind - sorgen für einen weiteren Höhepunkt. Weiter geht’s mit "keep it on" und "(we got it) faster" bevor das Finale mit "what about tomorrow" eingeleitet wird. In dem Song beweisen Odgens noch einmal, was sie von Travis & Co. gelernt haben und zeigen, dass ihre Stärke in Uptempo-Nummer liegt.
Fazit: Odgens liefern eine gelungene Britpop Platte ab, die derzeit in Deutschland kaum Konkurrenz findet.
Odgens sind am 28. Mai im Padam in Riepe bei der CD-Release Show von Everlaunch mit von der Partie. (tf)

                      www.row-people.de  


 

Als die Hamburger Band Odgens im Januar 1999 ihren ersten Gig im heimischen Logo spielten, wurden sie von der örtlichen Presse mit Lob überhäuft.
Was folgte, waren zahlreiche Live-Shows in der ganzen Republik bis es Ende 2004 mit der Veröffentlichung von „Get It Faster“ des ersten Odgens-Albums soweit sollte. Odgens sind eine reinrassige Britpop-Band und verstehen es gekonnt, kompakte, in sich schlüssige, zumeist sehr melodische Songs zu schreiben und diese dann auch geschmackvoll arrangiert auf CD zu bringen.
In ruhigeren Mid-Tempo-, eher folk-poppigen Songs kommt einem unwillkürlich eine große Nähe zu Travis in den Sinn – wenn Odgens sehr rockige Töne anschlagen, bewegt sich die Band im Fahrwasser von Oasis. So gesehen gute Referenzen was Stil und Songmaterial angehen und auch die Produktion von „Get It Faster“ ist –wie man so schön sagt – absolut amtlich.
Fans des 90er-Britpop im Stile genannter Bands kann die Platte sehr ans Herz gelegt werden, aber auch wer es sonst mit melodischem, handgemachtem Rock-Pop hält, sollte mal ein Ohr riskieren.


www.rockszene.de
Andreas Haug


Firestation is really coming out of the box hard in 05, and this is another much anticipated release. (and no matter what, I keep wanting to say oGdens, not oDgens) Perhaps that's part of their plan. In any case, the opener Big Man confronts us with a sound very akin to brit bands like the Stone Roses and Oasis, and the comparison isn't a slight one. I must admit to being a Stone Roses fan, but I never cared much about Oasis. Still, there is no denying that from time to time Oasis created songs so full of pop energy they become like a vortex that sucks you in whether you like it or not, and such is the case pretty much with the opening track here. My problem is that most other Oasis songs do nothing for me. I found myself in a similar situation here, reminding me of the infamous Frost poem. I am at a crossroads in the woods due to this dual similarity and am not sure which path to take. Thank the maker at least I have my stereo back, and set up like a stereo for the first time in, hell, it must be 13 years. So while there are a couple of tracks on here I was not moved by such as Going Down which is just too much of a miasma of sound, there are a number of cuts I do like, such as the aforementioned Big Man and what I think is possibly an even better song, Around The Corner Of My Town, a simply brilliant tune which I think excels because it's the only track where the guitars aren't a wall of sound and there is a great use of horns in it. To me it seems to be the most unique track on here and possibly this bands true sound and I think they would do better plumbing that than trying to be Oasis. Of course a lot of people like Oasis, and if you do then you will unquestionably delight in what is presented on this album. Me? I am not choosing a path. I think I'll just stay in the forest and take it for what it is. A very good if not overly imaginative record that does indeed have flashes of brilliance.

www.indiespinzone.com



Das Berliner Label Firestation Records hat sich mit diversen Indiepop Veröffentlichungen einen guten Ruf erarbeitet. Auch das neueste Release von Odgens erfüllt wieder die hohen Qualitätsansprüche. Britpop der gehobenen Klasse, allerdings eher Old-School da hier auf die hippen New Wave Einflüsse á la Franz Ferdinand verzichtet wird. Somit klingt das ganze mehr nach 60s Pop im Sinne der Beatles oder der Small Faces. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit der Band eingängige Hits zu schreiben. Going Down oder Catch my Heart sind beeindruckende Beispiele dafür. [7/10]

 

www.alooga.affenfein.de


 

Die Hamburger Band hat starken Bezug zu ihrer Stadt. Nach ihrem ersten offiziellen Auftritt im Hamburger Logo-Club 1999 wurde ihnen von der "Hamburger Morgenpost" eine große Zukunft vorausgesagt – und Tatsache, die scheinen sie zu haben, denn das Debüt-Album der vier Jungs kann sich absolut sehen lassen! Sie verbinden Retro-Elemente mit moderner Rockmusik, haben fantastische Songs und einen charismatischen Frontmann!

Mirjam Smend

www.glamour.de


 

Endlich ist es soweit. Odgens haben ihr Debüt Album fertig! Zehn wunderbare Popsongs sind es geworden. Einer schöner als der andere. Los geht es mit dem einzigen älteren Song "Big Man" in einer neu aufgenommenen Version. Gefolgt wird dieser Song von "The Sun" mit einer schönen "Mod-Orgel" mittendrin. Odgens haben sehr viel Wert gelegt auf die Musik. Hier und da hört man leise Streicher im Hintergrund, Bläser oder eben die erwähnte Orgel. Mir gefällt besonders die Ballade "Catch my heart", "Brand new Day" und das an Mando Diao erinnerndes "(We got it) Faster". Böse Zungen könnten behaupten diese Album und diese Band würden eine Oasis Kopie sein, was völliger Schwachsinn ist. Natürlich hört man an dem Album, die Jungs mögen diese Band. Mehr aber auch nicht. Und das wirkt sich eigentlich auch weniger auf die Musik selber aus, sondern eigentlich nur auf das Selbstbewusstsein, wie die Songs gespielt und gesungen werden. Und wenn schon vergleiche herhalten müssen, dann lieber Travis. Denn Odgens sind viel poppiger als Oasis es jemals waren. Auf jeden fall ist der Band mit "Get it faster" ein überzeugendes, selbstbewusstes und vor allem hervorragendes Debüt Album gelungen. Und das sollte das wichtigste sein. Weiter so!

Claas Reiners www.mixtape-radio.de


 

Oasis-Fans hatten es nie leicht. Freuten sie sich auf ein Konzert der Brit-Popper, mussten sie bangen, ob es auch wirklich stattfinden würde. Alkohol-, Drogen-, und Gewaltexesse überschatteten den großartigen Erfolg der Gallagher-Brüder. Schafften sie es gemeinsam bis auf die Bühne, legten sie manchmal einen großartigen Auftritt hin. Um ein paar Tage später, in einer anderen Stadt, komplett zu versagen. Zudem wurde es für die Fans schwer, sich bei all den negativen Schlagzeilen auf die Musik zu konzentrieren. Was übrig blieb waren Platten, die Musikgeschichte geschrieben haben und die Erinnerung, dass die Erschaffer dieser Musik nicht alle Tassen im Schrank hatten. Odgens bringen die Vorraussetzungen mit, um in die Fußstapfen ihrer Vorbilder zu treten. Natürlich nur im positiven, musikalischen Sinn. Denn neben Talent bringen die vier Hamburger nämlich auch noch etwas mit, was den Briten wirklich fehlte. Norddeutsche Liebenswürdigkeit, gepaart mit Durchhaltevermögen und Bodenständigkeit. Doch nicht nur an Oasis erinnern die süßen Melodien, die Popmusik mit jeder Songfaser verkörpern. Die eigentlichen Vorbilder von Odgens sind Paul Weller und Small Faces, von deren Album sie sich den Namen liehen. Trotzdem kopieren die vier Jungs auf ihrem Debüt-Album "Get It Faster" nicht einfach nur - sie zeigen viel eigene Kreativität und entwickeln (als echte Fischköppe) den Britpop mit viel Energie und Herzblut weiter. Kein Wunder: Fünf Jahre haben sich Oliver (24) und Thorsten Voigt (27), Alexis Kostudis (23) und Lasse Karstens (24) seit ihrem ersten umjubelten Auftritt im Hamburger Logo Zeit gelassen, bis sie ihr Album auf den Markt brachten. Zehn Songs sind darauf zu hören - einige mit großem Hitpotential, wie beispielsweise ihr zweites Stück "The Sun". Schon auf dem Sampler "Verliebt in London - A High Fidelity Compilation", war es dieser Song, der sich von den anderen extrem positiv abhob. Wie auch in diesem Song haben Odgens sehr viel Wert auf die Musik gelegt: Hier und da sind leise Streicher im Hintergrund zu hören, dann stehen wieder rockige Gitarren im Vordergrund. Bläser, Mod-Orgel und die unglaubliche Stimme Oliver Voigts runden das Ergebnis insgesamt ab. "Get It Faster" ist ein überzeugendes, selbstbewusstes und wunderschönes Debütalbum, das sich überhaupt nicht deutsch anhört. Hut ab!


-Esther Mai-

www.gaesteliste.de

 


 


(tif) Odgens stammen aus Hamburg und sind offenkundig große Anhänger des zweiten Oasis-Albums. Das ist allerdings nicht weiter störend. Schließlich ist die Platte mittlerweile auch schon fast zehn Jahre alt. Und bis auf die Diletanten von Atomic haben wir uns alle recht gut von dem Hype erholt. Soll heißen, man kann sich durchaus auf die Gallaghers beziehen, ohne sich zum Affen zu machen. Das gelingt den vier Jungs recht gut, zumal sie sauber spielen und vor eigenen Ideen nicht zurückschrecken, wenn sie sich zu Wort melden. "Get It Faster" ist deshalb ein sehr anständiges Debüt. Eine Platte, die das Rad zwar nicht neu erfindet, ihren Ansprüchen aber vollends gerecht werden kann. Das Richtige für's Wochenende: vor, während oder auch nach der Feier, bzw. zum Abhängen im Schaukelstuhl.

www.b-si.de

 

 


 


Roll with it

Welche wenig feinsinnigen Musikjournalisten setzten eigentlich Anfang dieses Jahrtausends jene Mär in die Welt, es gäbe zu viele Bands, die nach Oasis klingen? Die traurige Konsequenz war die, daß plötzlich nahezu keine Band mehr wie die Gallagher-Brüder musizierte. Am Ende gar womöglich nicht mal mehr Oasis selber. Doch nun kommen Odgens aus Hamburg. Sie machen Musik, als hätte sich die angelsächsische Variante von Kain und Abel wieder brüderlich vereint. Odgens machen Britpop! Das kann man gar nicht plakativ und eindeutig genug schreiben.

Man mag kaum glauben, daß diese Jungs aus Hamburg, überhaupt aus Deutschland kommen. Doch irgendwie schließt sich auch auf diese Art der Kreis. Denn hier spielten ja schon die Beatles den Starclub zur Legende. "Big man", der erste Song, und gleich der Wunsch, daß man noch einmal die Europameisterschaft '96 schauen darf und im ZDF-Abspann statt eines Oasis-Songs nun Odgens laufen. Aber: Don't look back in Wehmut.

Neben den Rüpelbrüdern waren wohl auch andere Referenzen äußerst dienlich. Die Mod-Urväter Small Faces beispielsweise. Nach deren Album "Ogden's nut gone flake" benannte man sich schließlich. Oder Travis. Denn deren Songwriting hat man in Hamburg wohl sorgsam studiert. Was der Musik ganz hervorragend bekommt: Britisches Songwriting erster Güte, ohne allzu deutsche Betroffenheitslyrik. Stattdessen geballte Imperative wie "Get it faster" und Songs wie "Brand new day" oder "(We got it) Faster!". Nach druckvollen Gitarren stets das obligatorische kurze Solo und lang gezogene Vokale, wie Manchesterians das nun einmal machen. Ab und an mal eine dezentere Akustiknummer. Wie schön, wenn es in solchen Zeiten noch ein paar wenige Konstanten gibt.

Odgens singen sich höchst melodisch die Seele vom Leib. Zehn Songs lang wagen sie den Sprung um eine Dekade zurück. Doch der Satz "Irgendwo schon mal gehört", funktioniert hier mehr als Plädoyer denn als Kontra-Argument. Das ist wahrlich nicht die Neuerfindung der Rockmusik, aber wer sagt denn, daß ständige Avantgarde so dringend vonnöten sei? Ab und an lebt es sich ganz wohlig in musikalischer Zurücklehnung. Man darf nur nicht zu weit und zu lange nach hinten kippen.

(Sebastian Peters)

 

www.plattentests.de

 

 


 

Kompliment an das Berliner Firestation Label, dass man mal wieder den richtigen Riecher hatte und mit dem Hamburger Quartett eine viel versprechende Band unter Vertrag genommen hat. Obwohl die Norddeutschen schon seit einigen Jahren zusammen spielen, ist „Get It Faster“ das Debüt der Band. Die Nähe zu namhaften Vertretern der Britpopära wird augenscheinlich bei Songs wie dem Opener „Big Man“, der in Richtung Travis zeigt oder dem Titel „Around The Corner In My Town“, dessen Leichtigkeit verdammt an Dodgy erinnert. Allerdings bedarf es aller Vergleiche zum Trotz einer Menge eigener Ideen, um sich von der grauen Masse abzuheben. Streicher, Bläser, großartige Popmelodien usw. gab es schon bei vielen anderen Bands vor den Odgens im Programm, doch keiner hat sie so wie die Hamburger arrangiert. Davon sollte sich jeder bekennende Britpopper, aber auch alle anderen Freunde guter Musik überzeugen.

Toni 

 

www.britpoparsenal.de

 


 

das kleine und feine berliner indie-label firestation records
hat wieder eine neue band an den start gebracht, nämlich
die hamburger jungs von odgens.
seit ca. drei jahren , als sie noch unter odgens tambourine fungierten, waren die vier hamburger vorstädter als bester oasis-abklatsch verschrien, wobei man ihnen allerdings ein bißchen arg unrecht tut, wenn man sich auf ihr debutalbum erstmal eingelassen hat.
'get it faster' ist nämlich immer dann stark, wenn sänger oliver voigt nicht versucht seine gesang mit völlig überflüssigen cockney-slang zu verkleiden.
einen zweiten liam braucht es nicht und schon gar nicht aus deutschland. das songwriting von odgens ist aber ihre stärke und beeindruckt besonders bei songs wie 'catch my heart oder 'big man'.
was mir allerdings ab und zu übel aufstieß sind diese bißchen doofen gitarren-intros a là noel gallagher. weglassen wäre da echt viel mehr gewesen.
wie gesagt, hätte es diese überband aus manchester nicht gegeben, wären odgens das neue große pop-ding aus "good old germany", aber so ziehen sie immer einen faden beigeschmack hinter sich her.
'get it faster' ist für einen der nicht wie ein abgefuckter musikerpolizist wie ich daher kommt eine wirklich gelungene pop-scheibe, denn immer
wenn ich nicht an oasis denken muß und odgens 'get it faster' höre, fange ich an diesen tonträger richtig zu mögen.
ich wünsche ihnen, die unnötige kopiererei bei einigen songs über
bord zu schmeißen und sich eine ureigene linie zu suchen.
dann dürfte sich für diese wirklich guten musiker der erfolg einstellen und auch die britpop-polizei wird sie dann lieben lernen und alles wird klasse. more beatles-less oasis. also jungs, nächstes album!
benny

www.revolverclub.de

 

 


 

Jenseits des Starclubs

Interview: Carsten Wilhelm

Hamburg und britische Rockmusik bilden spätestens seit den späten 60ern eine Synthese. Wer denkt nicht an die Beatles und viele andere große britische Bands, die in Hamburger Clubs ihre Karrieren begannen? Selbst die 80er-Heroen The Smiths wählten für manches Plattencover schon mal Arbeiten Hamburger Künstler. Eine Verbindungslinie also, die bis in unsere Tage besteht und in deren Tradition sich die Hamburger Band Odgens selbst sieht. Und dabei beziehen sich die vier anglophilen Musiker nicht nur, wie man vielleicht bei einer Britpop-Band unserer Tage vermuten könnte, auf Oasis & Co, sondern haben auch die Small Faces (von deren Album sie sich den Namen liehen) oder den Urvater der Mods Paul Weller im Hinterkopf. Herausgekommen ist ein Debütalbum, das vor Bezügen zu britischer Rockmusik nur so strotzt und doch Eigenes hinzuzufügen weiß. Erstaunlich reif, erstaunlich clever ist das, was auf "Get It Faster" zu hören ist. Grund genug für POP FRONTAL, ihre Tour zu präsentieren, und die vier Jungs anlässlich der Record Release-Party im Berliner Bastard zum Interview zu bitten.


Odgens


Erzählt mal ein wenig zur Entstehungsgeschichte der Band! War das eher als Hobby gedacht?

Odgens: Wir haben mit der Musik 1997 zusammen angefangen und ab 1998 unsere ersten eigenen Songs geschrieben. 1999 hatten wir dann unseren ersten Auftritt im Hamburger Logo bei einem Bandwettbewerb, den wir gewonnen haben. Ab diesem Zeitpunkt hat uns das Ganze natürlich noch mehr gereizt, weil nun absehbar war, dass wir professionell Musik machen wollten. Das wollten wir schon immer, aber solche kleinen Erfolge bringen dann doch etwas Schub.


Und wie ging’s dann weiter? Immerhin hat es ne ganze Weile gedauert, bis Ihr nun euer Debütalbum am Start hattet!

Odgens: Wir hatten bereits nach dem Gewinn des Bandwettbewerbs die Möglichkeit, einen Plattenvertrag zu unterschreiben. Das war bei den Leuten, die z.B. 4Lyn produzieren. Uns war das aber irgendwie suspekt, und wir haben uns dagegen entschieden. Danach haben wir immer mal wieder in Hamburg und Umgebung live gespielt, aber eben nicht genug, wie wir heute wissen. Wir dachten, der Erfolg käme schon von selbst. Unser Demo war halt nicht sonderlich gut, und deshalb ging es nicht voran. Dann haben wir uns irgendwann gesagt, dass wir die erste Platte dann eben selbst rausbringen müssen. Wir sind mit vier Songs ins Studio gegangen und haben dann unter diesem Druck sehr produktiv gearbeitet. Und zunächst war das Ganze komplett selbstfinanziert.


Wie kam dann doch noch der Kontakt zum Label Firestation Records zustande?

Odgens: Wir waren mit einem Song auf der Compilation "High Fidelity – Verliebt in London" vertreten und uns ist aufgefallen, dass einige Bands dort bei Firestation unter Vertrag waren. Dann haben wir denen einfach mal unser Material geschickt, und die waren gleich ziemlich begeistert. Nun kommt die Platte also auf Firestation heraus, und wir sind sehr glücklich damit.


Wie war die Arbeit im Studio? Wie entstehen die Songs bei Euch?

Odgens: Wie bereits gesagt, hatten wir zu Beginn nur vier Songs fertig und standen etwas unter Druck. Trotzdem ging es im Studio sehr familiär und entspannt freundschaftlich zu. Ohne unseren Produzenten hätten wir das auch kaum so hingekriegt. Die Songs entstehen meist zusammen. Irgendwer hat eine Idee, und wenn sie den anderen gut erscheint, feilt man gemeinsam daran herum. Unser letzter Song, der es schon nicht mehr auf die Platte geschafft hat, ist genau so im Proberaum entstanden.


Plant Ihr eigentlich dann fürs nächste Jahr eine längere Tour zum Album? Ihr spielt ja jetzt nur noch wenige Termine.

Odgens: Wir planen erstmal eine Support-Tour, aber das ist noch nicht sicher, deshalb kann man da noch nichts zu sagen. Aber generell ist natürlich auch eine längere, eigene Tour geplant. Aber das hängt von verschiedenen Faktoren ab.


Hat das Livespielen eigentlich etwas Besonderes, war das auch das Ziel, als Band in erster Linie live aufzutreten, anstatt im Studio rumzutüfteln?

Odgens: Ich finde man kann das nicht vergleichen. Wir haben ja mit Livespielen angefangen, und das ist auch genau unser Ding, aber ich muss sagen, das Tüfteln im Studio hat uns auch total fasziniert. Wir hätten jetzt schon Lust, uns ans zweite Album zu machen. Das liegt vielleicht auch daran, das wir nun in unserem Set erst elf Songs haben, und wir spielen ungern die ganz alten Sachen. Also Repertoire erweitern. Aber zunächst spielen wir lieber vierzig tolle Minuten als sechzig langweilige, die man mit alten Songs auffüllt! Das macht schon Spaß genug, und die Reaktionen des Publikums, besonders hier im Bastard, wo wir im Frühjahr schonmal gespielt haben, waren ziemlich klasse.


Und was sind die weiteren Ziele?

Odgens: Eine gescheite Bookinagentur finden und dann spielen, spielen, spielen!


Das sollte angesichts Eurer Qualitäten ja kein Problem sein! Viel Glück und viel Spaß bei der Tour und danke für's Interview!