FST 058
13 Track
CD- Album
Cat.No.
FST 058
Why does nobody listen
Side by side
Said and done
Without you
Sunday girl
Guess I´m in the mood
Air
Wandering star
Don´t forget your raincoat
Willows and blackbirds
Freeway to Mars
In a blue baloon (Bonus track)
Why does nobody listen (remix by GAUZZ)
Please check out two great interviews with Labrador mastermind Flemming on the indiespinzone webpage and under www.b-si.de news section.
Der
Geschichte des Pops muss nicht neu geschrieben werden, sie ist nur noch schöner
geworden. Die dänische Band Labrador um den zärtlichen Kopf Flemming Borby
kuschelt mit den Schnittstellen aus Prefab Sprout, The Cardigans und Saint
Etienne, während sich die Texte schwelgerisch in Träumen aus unerfüllter
Liebe suhlen. Das ist „Indie“, weil es nicht Millionen kaufen werden und
„Pop“, weil es ins Herz trifft.
Fazit:
Wunderwunderwunderschön.
Die dänische Band Labrador veröffentlicht mit "Instamatic
Lovelife" eine nahezu perfekte Easy Listening-Pop-Platte & stellt sie
dieser Tage live vor.
Langsam, aber sicher wird es Frühjahr in Berlin. Die Tage werden wieder länger, und in der Kastanienallee sitzen die ersten Szenegestalten an den Tischen im Freien unter blauem Himmel. Ein idealer Zeitpunkt also für sommerliche, luftig-leichte Musik. Die Band heißt Labrador, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen schwedischen Plattenlabel, zu dem sie übrigens auch hervorragend passen würden. Apropos Schweden! Labrador sind zwar aus Kopenhagen, wie momentan so viele wunderbare Popgruppen (Vermont, Lake Placid), aber bei ihrer Musik kommt man doch an einem Vergleich mit den frühen Cardigans nicht vorbei. Jüngst erschien auf dem Berliner Label Firestation Records das Album "Instamatic Lovelife", und so wurde es Zeit, die Dänen endlich live zu erleben.
Der Auftritt fand im Rahmen des Karrera-Klubs statt, einer Indiepop-Party, die in verschiedenen Locations in Berlin ausgetragen wird und oft mit ausgesuchter Livemusik aufwartet. Diesmal ging's ins Rosi's, einen schönen, alternativ angehauchten Club im tiefsten Friedrichshain. Als Labrador auf die Bühne kamen, waren alle guter Dinge. Der Club war reichlich voll, man hatte sich ein weiteres Bier gegönnt, es konnte also losgehen.Labrador ist eigentlich Flemming Borby, Sänger und Mastermind hinter dem ganzen Projekt. An diesem Abend hatte er sich verstärkt um die langjährige Labrador-Keyboarderin Sara Futtrup Lund, Joakim Harder (Schlagzeug) und Soeren Jensen (Trompete). Mit dem ohrwurmigen Hit "Why Does Nobody Listen" ging es denn auch von Anfang an in die Vollen und machte klar, was die Zuhörer an diesem Abend erwartete: sixties-lastiges Easy Listening meets Indiepop-Sound mit wechselndem Boy/Girl-Gesang! Bereits das zweite Stück "Sad & Gone" machte die Nähe zu schwedischen Acts wie den Cardigans deutlich. Auch die Acid House Kings kommen in den Sinn. Sichtlich gut gelaunt arbeiteten sich Labrador durch ein abwechslungsreiches Set, variierten das Tempo, die Zuhörer applaudierten artig. Lässig ist das passende Wort für diesen Gig. Überhaupt passte das Outfit der Dänen wunderbar zur Musik. Sara weckte in ihrem karierten Rock Sixties-Assoziationen, Flemming stand dem in seinem schicken hellen Anzug und Siegelring in nichts nach. Lediglich die dazu kombinierte schwarze Akustikgitarre weckte bei einigen Zuhörern einen unguten Vergleich. "Der sieht ja aus wie Heino", hörte man hinter vorgehaltener Hand. Aber das konnte der arme Flemming zum Glück nicht hören. Musikalische Ähnlichkeiten waren zum Glück keine zu vermelden. Nach einer knappen Stunde ging der Auftritt zu Ende, und die Besucherschar machte sich entweder in die kalte Nacht auf den Nachhauseweg oder feierte noch ein wenig zu Britpop aus der Konserve. Im Ohr bleiben jedenfalls die sonnigen Melodien aus Dänemark, und man freut sich: Auf den Sommer!
Voll
schönen, duft'gen Klängen
Aus der Glamour-Sixties-Welt
Mit Männer- und auch Frau'ngesängen
Wird hier von großer Liebe viel erzählt.
Die dän'sche Band heißt Labrador
Mag Bacharach und Glockenspiel
Schleust Vibraphon tief in mein Ohr
Doch von Dauer ist nicht viel
Retro hat viel Gutes
Ist's doch was, das man schon kennt
Und wer nicht weiß, wer er ist
Findet mit Kopien neuen Mut, es
Muss ja kein Ewigkeits-Twist
Sein. Bevor hier einer flennt.
www.jetzt.de
Labrador
aus Dänemark offerierten im Nachtcafé puren
Henrik Drüner Kieler Nachrichten
Von
sonnigerem Gemüt scheint hingegen die dänische Formation Labrador zu sein,
die vor zwei Jahren bereits mit zwei Stücken auf dem
Apricot-›Sodapop‹-Sampler vertreten war. Flemming Borby, als Gitarrist,
Komponist und staatlich geschulter Arrangeur unbestrittener Kopf des Sextetts,
besingt mit Keyboarderin Sara F. Lund die Freuden und überwundenen Leiden
einträchtiger Zweisamkeit und verpackt das Ganze in luftigen
Sixties-Zitatpop, so wie er Mitte der Neunziger seine letzte Blüte erfuhr.
Manchmal wird der belebende Effekt von ›Instamatic Lovelife‹ allerdings
gemindert, indem viele Stücke oft unnötig die Vier-Minuten-Marke überschreiten
und die Soloparts von Frau Lund mehr The Beautiful South als die frühen
Cardigans ins Gedächtnis rufen. Wer aber Lloyd Coles ›Love Story‹ mag, dürfte
auch gern Borbys ›Wandering Star‹ folgen. Und über den etwas putzigen
Akzent (»Wuai doss nobodi lissn?«) muss man sich nicht unbedingt mokieren.
Vielleicht ist das ja – im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Poppern
– die spezifisch dänische Note?
Verführen lassen darf und soll man sich heute in der Weltbühne von einer dänschen Band, deren Name entweder geografische oder zoologische Assoziationen wecken kann. Wer allerdings beim Hören des zweiten Albums „Instamatic Lovelife“ tatsächlich an eine dem Polarkreis nahe Landschaft denkt, der hat ein kaltes, kaltes Herz. Weiches, goldenes Fell und ein Paar treue Augen liegen so viel näher, wenn man sehnsuchtsvolle, mal hoffnungsfrohe Worte an vergossene Tränen erinnern oder neue Liebe ersehnen. Blumen wehen im Wind, Sterne glitzern in der Ferne, Schmetterlings und –siehe da- Hundewelpen dürfen nicht fehlen. Man nehme nur das wunderschön wehmütige „Without You“: Glockenhelle Trompeten erstrahlen über lockeres Schlagzeug und Glockenspiel, die Prager Philharmoniker strechen dezent im Hintergrund, dann ertönt die Honigstimme von Sara Futtrup. Und als man den Song schon für perfekt erklären möchte, setzt Songschreiber Flemming Borby noch einen glamourösen Gesangs-Gegenpart. Klingt kitschig, ist es auch und soll es sein. Leichter Pop mit Retro-Charme war das anvisierte Ergebnis und dieses Klassenziel erreichen die Kopenhagener mit Bestnote. Die musikalischen Referenzen sind dabei genauso glasklar wie der Sound der Platte. Die Songwriter-Heroen Burt Bacharch und Phil Spector lassen nicht nur grüßen, sondern winken genauso heftig wie wohlwollend bei jedem Song, so gekonnt schöpft Bandgründer Borby aus dem Popfundus der 60er- und 70er-Jahre. Easy Listening wäre die Umschreibung aber in zweifacher Hinsicht die pure Untertreibung. Zum einen, weil diese Songs nicht nur das Ohr, sondern auch die Seele des geneigten Hörers so überaus angenehm umgarnen. Zum anderen weil jede Menge Hirnschmalz nötig war, um eben jenen Effekt zu erzielen. Diesen Klängen kann man nicht entkommen. Und warum sollte man auch wollen ?
Szene Hamburg
Musik
für die ersten warmen Tage im Jahr. Labrador kommen wie so viele
beeindruckende Bands momentan aus Dänemark. Und machen neben Lake Placid,
Vermont oder den fulminanten Lampshade ebenfalls ein gute Figur. Sommerlich
leichter POP, der ein wenig nach frühen Cardigans klingt. Ein großartiger
Song wie "Sad & Gone" hätte auch gut aus deren Feder kommen können,
bevor sie sich entschlossen mit Tom "Tiger" Jones zu rocken.
Flemming Borby, Songwriter und Mastermind von Labrador, hat jedenfalls ein
untrügliches Händchen für einprägsame Melodien und luftige Arrangements.
Das ist alles nicht neu und irgendwie auch typisch skandinavisch. Mit
"Instamatic Lovelife" gibt es den Sommersoundtrack 2005 bereits im
Februar. Jetzt muss es eigentlich nur noch wärmer werden.
www.gaesteliste.de
gut,
das ich mit der rezi bis nach dem konzert gewartet habe... das war nämlich
ausgesprochen fein und die band entpuppten sich dabei als durchweg gute bis
hervorragende musiker, die ihren sound vom tonträger live hervorragend
umzusetzen wußten.
während ich es bei anderen bands (oder auch den wirklich großen popstars)
eher als sterilität auslegen würde (zu klingen wie beim playback), so wußten
mich die 4 labradoren durch einen ähnlich warmen sound (der nicht wie
playback klang), wie auf dem hier zu besprechenden album, zu überzeugen.
ja, warm... mmh, warm, wohlig angenehm warm ist wohl einer der passendsten
umschreibungen, der mir beim hören ihres zweiten longplayers einfällt!
gedankensprung - kante haben auf ihrem letzten album den song 'warmer abend',
der mich (neben ein paar anderen assoziationen) immer sofort an die leider
seltenen, aber wenn dann um so schöneren lauen hamburger sommernächte denken
läßt... nächte wo man um 2 uhr vor der meanie bar steht, und überlegt, obs
nun noch runter zum pudel geht, oder wo man im t-shirt wohlgemerkt, den ganzen
abend wohlig eingehüllt von der überaus lauen sommernacht an der ecke mr.
kebap/ toastbar abhängt und den lieben gott nen guten mann sein läßt!
labrador schaffen mit ihren ebenfalls assoziativen querverweisen zu burt
bacharach, den späteren st. etienne, bisweilen divine comedy, style council
oder gar haircut 100 den passenden soundtrack für eine solch seltene
sommernacht.
nicht neu, aber nach wie vor sehr angenehm ist ihre kombi aus zweistimmigem
gesang, dezenten bläsern, leicht groovendem schlagzeug und allgemein
'weicher' instrumentierung.
zusammen mit den schönen melodien führt das schließlich zum beschriebenen
wohlfühleffekt und hat dabei noch den ein oder anderen ohrwurm im gepäck -
siehe etwa 'guess I'm in the mood' oder das 'don't forget your raincoat'...
(mf)
www.Revolverclub.de
Für
Minimalisten ist das natürlich nichts. Die Kopenhagener sparen nicht an großen
Melodien und noch größeren Refrains, dazu gibt es Glockenspiel, zarte
Gitarren und Keyboards, auch die Prager Symphoniker sind dabei. Und doch
gehen die Popsongs in dem fetten Sound nicht unter, sie schwingen sich in
erstaunliche Höhen auf, und die harmonierenden Stimmen von Sara Futtrup Lund
und
Rolling Stone
Labrador
ist Pop aus Dänemark allerfeinster Coleur. Ihr neues Al-
bum „Instamatic Lovelife” erzählt die märchenhaften Geschichten der
Liebe. Das gab‘s zwar schon einmal, aber es wird bei ihnen unglaublich
glaubhaft und vor allem mit wunderschöner Hingabe gelebt.
Wi
Also aus dem Stegreif:
Labrador sind die dänischen Cardigans. Ihr wisst schon, was ich meine. So
beschwingter Pop. Hier mit hauptsächlich Junge/ein bisschen Mädchen-Vocals und
wahnsinnigen Melodien.
Also weniger die rockige Cardigans-Seite als die Cocktail-Party-Version.
Ich möchte immer wissen, wie so was live funktioniert. Steht da eine Big Band
hinten an der Bühne? Oder gibt es da diese ominösen Klitzervorhänge? Und eine
Showtreppe wäre doch mal was. Es gibt viel zu wenige Showtreppen in der
popmusik-Welt von heute. Das sollte man mal wi
Das alles passt in die Welt von Labrador.
Es ist ein fröhliche Welt. In der ich nicht immer lebe. Deshalb braucht es auch
seine Phasen, in denen man Labrador hören kann. Da muss man schon in Stimmung für
so was sein. Aber es sind gute Zeiten, wenn so was laufen muss.
Gute Zeiten klingt gut.
säm
PittiPlatsch 3000
Die frisch eingespielte Platte „Instamatic Love” vereint edles: Retro-Pop, Trompetensound a la Bert Kaempfert mit den Pearlfishers, Pale Fountains, Edwyn Collins oder Saint Etienne. Das ganze wird kandiert von den naiv-braven Stimmen von Luise Fuhr und Gesangspartner Flemming Borby, der die Band 1998 in Kopenhagen gründete. Gespannt darf man sein, wie dieses Wellness-Bad für die Ohren live funktioniert.
Fritz-Das Magazin
Don't
be confused by the name. This band is not affiliated with the swedish label
Labrador, although they are from nearby Denmark. Labrador is the vehicle of
Danish music giant Flemming Borby, and on this their second release he has
created an album so full of pop perfections it quite literally staggers the
mind. This arrived out of the blue from Uwe at Firestation, and when I played
the first track Why Does Nobody Listen I was engulfed by the sheer magic of it.
Engulfed? What am I thinking, it was a blow to the solar plexus. It embraces all
that is right with classic pop music: A great melody, wonderful female backing
vocals and to die for horn lines. But the real killer is it doesn't end there.
Every song, song after song, is as equally lyric, captivating and instantly
friendly as music can be. I have heard albums that were compilations of bands
life works, full of top 10 hits, that were not as magical song after song as
this is. While it owes a lot to Bacharach, it is very indie and guitar oriented,
and Flemmings voice is quite good, at times even reminding me of Tim Benton from
Baxendale, especially on the track Side By Side. You really get your monies
worth as well, as there are 13 tracks, almost all of which hover at the 4 to 5
minute mark. Normally that kind of song length kills LP's but not in this case.
It also contains what I believe are older hits such as Freeway To Mars and In A
Blue Balloon as well as the videos for the latter plus "...Listen"
above. Don't miss the album that will surely be a top ten if not LP of the year,
and what Ed Shelflife called "almost too perfect". Indeed, it could
literally be the instruction book for the next 10 years of pop music. While it
will not be released for a while everywhere you can get a pre release copy in
the Popsicle shop now. Truly, one of the best reasons to cherish life.
www.indiespinzone.com
"Klar
kenn ich Labrador", töne ich laut, als ich die CD in die Hand gedrückt
bekomme. Denkste, denn mit dem schwedischen Label hat die Band nichts zu tun.
Vielmehr kommt das Sextett um Sänger, Songwriter und Produzent Flemming Borby
aus Dänemark, der zusammen mit Marco Andreis und John Strandskov die Band 1998
gründete. Macht aber nichts, denn gleich beim ersten Hören weiß man, dass
diese Platte sich wunderbar auf Labrador machen würde. Pop at its best.
Ganz viel Smiths hört man da raus, insbesondere Sänger Borby erinnert
irgendwie unbestimmt an Morrissey. Durch die Keyboards und süffigen Streicher
denkt man aber auch gerne an die großartigen Busch, die ja gern und zurecht als
deutsche Smiths gefeiert werden.
Zuckrig perlen die Songs auf einen nieder und aufgrund des Frauenchors und des
nicht niedrigen Anteils der 60ies Einflüsse denkt man auch manchmal an die
Cardigans oder Belle & Sebastian. Vielleicht eher unberechtigt, aber gerade
der Refrain von "Sad & Done" gemahnt ein wenig an "Rise and
Shine". Aber das ist egal, schön sogar. Da singt man über das
"Sunday Girl" mit dem man mal die Nacht durchmacht, aber auch der berühmte
"Wandering Star" wird mal wieder bemüht, allerdings nur textlich.
Besonders vorzuheben vor allem das hübsch melancholische "Willows and
Blackbirds" in dem tatsächlich über Hundewelpen und Schmetterlinge
gesungen wird.
Und immer wieder kleine elektronische Tupfer, kaum bemerkbar, ein pluckender
Beat hier, Keyboardklänge da. Seicht schöne Mollmelodien mit Streichern und
luftigen Trompetenklängen untermalen die bittersüßen Liebeslieder. Von soviel
Zuckrigkeit übermannt fragt man sich wirklich, ob man nicht Angst vor dem gefürchteten
Ohrkaries haben muss, doch vielmehr bleibt man kleben und steckt sich als
Ausgleich Schokolade und Bonbons in den Mund. Sicherlich keine Platte zum
Abnehmen oder für Diäten, aber Sünde ist halt schön. Diese elf Songs sind es
auch.
Nach "Goodbye Susanne" hat sich einiges im Staate Dänemark getan. Instamatic Lovelife nimmt den Faden des Vorgängeralbums, schöner denn je, wieder auf. Nach kleinem Personalwechsel wurde unter Eigenregie ein neues Album produziert, das die typische Labradorsprache spricht. Popperlen der 60er und 70er werden mit duftendem Parfüm besprüht. Bittersweet instamatic Lovesongs sind dabei herausgekommen. Um dies noch besser zu betonen wurden die Prager Philharmoniker für 4 Songs zur Seite genommen. Songs über verlorene Herzen versuchen sich in Songs wie "Don´t forget your raincoat" selbst zu trösten. Irgendwie hat sich die Naivität in den Hintergrund begeben um seicht getragene Mollharmonien Platz zu machen, die aber trotzdem viel Raum für blumig, frische Gedanken lässt. Sonst wäre es ja wohl kaum ein Labrador-Album
Pop – das
Ding mit den drei Buchstaben ist wie eine einschneidende autobiographische
Erfahrung. Man muss da immer wieder durch, aber überwinden lässt sie sich nie.
Weil seit den 60ern kaum etwas hartnäckiger als Pop in der Verlängerung von
Phil Spector und Burt Bacharach die musikalische Zeitgeschichte bestimmt, wird
er immer wieder mal angefeindet oder sogar für tot erklärt. Es nützt nur
nichts. Und wenn man das neue Album der dänischen Band Labrador hört, weiß
man sehr schnell, warum das so ist. „Instamatic Lovelife„ erzählt die
unendliche Geschichte der (unglücklichen) Liebe vielleicht nicht neu (das geht
ja gar nicht), aber mit unendlicher Hingabe.
Es fällt leicht zu schwärmen über die Songs dieses Quintetts, das Melancholie
mit fliegenden Gitarren und Keyboards, dezentem Glockenspiel und
Trompeteneinsatz geradewegs in Schweben übersetzt. Und es war eine kluge
Entscheidung, sich bei den Arrangements von den Prager Symphonikern unterstützen
zu lassen: Weil Labradors sanft swingende Songs nicht unter den perfekten
Violinen verschwinden. Alles hier scheint sich wechselseitig zu beflügeln,
nicht zuletzt die zwischen Glamour und Verlorenheit pendelnden Stimmen von
Flemming und der Keyboarderin und Sängerin Sara Futtrup Lund: zwei Liebende in
einem gemeinsamen Traum.
www.kieler-nachtcafe.de
Eine CD, die die graue Jahreszeit mit ihren hellen musikalischen Farbtupfern bunt anstreicht. Große Pop-Musik ist das, was Labrador auf ihrem zweiten Album bieten. Sie erfinden diese Musik nicht neu, aber wie sie die Melancholie mit fliegenden Gitarren, Keyboards, dezenten Glockenspiel und Trompeteneinsatz vertreiben, das hat schon etwas. Mit unendlicher Hingabe erzählen sie die unendlichen Geschichten unendlicher Lieben, dazu erklingen die Geigen und die Celli der Prager Symphoniker und die Stimmen von Flemming Borby (der alle Songs schreibt) und Keyboarderin Sarah Futtrup Lund pendeln zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Ob sie versucht haben, sich mit dem Song „Don´t Forget Your Raincoat“ selbst zu trösten, wird wahrscheinlich immer ihr Geheimnis bleiben – wir verstehen und träumen gerne weiter mit ihnen. Nicht auszudenken, wie ihre CD erst im Sommer beflügeln wird.
HNA Das ist los – Magazin
Sehnsucht. Liebe.
Hoffnung. Die neue Platte der dänischen Band Labrador ist vielleicht sowas wie
der sanftschwingende Übergang von einem zum nächsten Jahr und kommt somit
gerade recht. „In-stamatic Lovelife“, erschienen beim kleinen, aber feinen
deutschen Label Firestation Records, setzt das Werk von Flemming Borby fort, der
als Absolvent der Royal Danish Academy of Music nicht nur träumerisch leichte
Songs schreiben kann, sondern sich ganz und gar der feine Popmusik verschrieben
hat. So kommt die Musik von Labrador mal wie eine fröhlich leichte
Fahrstuhlmusik, mal wie der Soundtrack zu einer James-Bond-Stummfilmverfilmung
oder einfach auch nur als pure Reminiszenz an die guten alten Sechziger und
Siebziger daher. Der Kopf führt Regie zur Fernsehserie eigener Wahl, Labrador kümmert
sich um die musikalische Untermalung.
In ihrer Heimat ist die Band nicht unbekannt, sind im Radio mit ihren Songs
durchaus zuhause, doch vom Starrummel kann keineswegs die Rede sein. Irgendwie
ist einem die Musik aber auch hierzulande nicht ganz fremd. Den ersten Song,
„Why does nobody listen“, am Ende des Albums auch als Remix vorrätig, wird
man kennen, entweder tatsächlich oder so ähnlich. Die musikalischen Vorlieben
reichen von den späten Sechzigern bis in die Neunziger. Manchmal kurz vor
Schubiduh, hin und wie-der mit dip-di-dip, fast immer wenigstens ein bißchen
orchestral. Die Songs wurden ausschließlich von Flemming Borby geschrieben, nur
bei „Guess in the mood“, dass nicht so klingt wie es heißt, und bei
„Willows and blackbirds“ wurde Borby von seiner Tastenfrau Sara Futtrup Lund
entwicklungsmäßig unterstützt. Beim Gesang wagt sich Lund schon weiter raus.
Eigentlich so weit, dass Labrador ohne Sie so gar nicht denkbar ist. Borby
erweckt seine Songs zum Leben, Lund beschützt sie warm und einfühlsam. Die
zweite Hälfte des Albums kommt mit Songs wie „Don’t forget your raincoat“
und „Freeway to Mars“ noch perfekter daher als der Beginn des Albums,
wunderbare Popmusik kann sich hier voll entfalten. Mit dem letzten Song „In a
blue balloon“ als Bonustrack hebt es sich endgültig ab, schwer wieder
einzufangen. Das kann zwar so nicht für immer und alle Zeit weitergehen,
irgendwann braucht’s mal wieder einen anderen Kick, aber erstmal ist das so
schon ziemlich schön. Ein schöner musikalischer Jahresanfang. Nicht
auszudenken, wie die Platte im Sommer wirkt, im Fahrtwind, die Hand im Wasser,
auf den Hügeln. [flo]
www.elisabett.de