
FST 063
SEALEVEL BEACH FROM LAST
The Sealevel - Beach
from last summer
12 Track
CD- Album
Cat.No.
FST 063
Beach from last summer
High and magic
Drank the summer
Lingering on
The way with you
Moon changes
Fan
Our way to
My mistakes
Spinning out
It´s on
That bad
Bisschen
spät dran mit ihrem Album sind The Sealevel aus Berlin. „Beach From The
Last Summer" besteht aus dem, was West-Coast-Pop genannt wird. Auf den
Fotos im Booklet wird aus dem Strand zwar erstmal eine einsame, karge Wüste
– in der Musik jedoch sind das Meer und die ausgelassene, gute Laune spürbar.
Gitarrenharmonien, Satzgesang und gute Laune mit einem leicht sehnsüchtigen
Blick zurück auf den „Lemonade Summer". In früheren Zeiten hätte
Brian Wilson zu diesem Album nicht „Nein" gesagt. „Beach From The
Last Summer" vereint zwölf Songs, denen der Wurm im Ohr über weite
Strecken nicht mal versucht zu widerstehen. Ein wenig wie bei Teenage
Fanclub und das ist am Ende ja doch erstaunlich für eine Berliner Band, die
im urbanen Großstadtdschungel lebt und Platten aufnimmt.
Macht also vielleicht tatsächlich Sinn, solche Musik hier und jetzt im
bundesdeutschen Herbst und kurz vor dem ersten Schnee zu veröffentlichen,
denn „Beach From The Last Summer" eignet sich optimal für wehmütige
Sommerurlaubserinnerungen – selbst wenn die Ostsee nicht ganz mit
Kalifornien zu vergleichen ist.
Herbst und Gitarrenpop passen eigentlich gut zusammen. Leichte bis schwere Melancholie ist in vielen gitarrenlastigen Songs zu finden. Doch halt! The Sealevel machen zwar Gitarrenpop, aber melancholisch ist da nicht wirklich viel. Eher ein leichter Sommerwind, der die Haare zu streifen scheint. Der Opener des Albums „Beach From Last Summer“ fängt mit einer Gitarre an, bei der man denkt, den Sound kenn ich doch! Klingt wie The Strokes. Doch nach dem ersten Beach Boys-artigen „Wiuhuhhhh“ weiß man, dass die Band weit davon entfernt ist, ein Plagiat zu sein.Satzgesang, Twang Gitarren und eine nicht zu überhörende Liebe zu den Sechzigern, Brian Wilson und Neil Young prägen die Musik von The Sealevel. Das erste Album der der erst vor zwei Jahren gegründeten Berliner Band ist poppig durch und durch und verbreitet gute Laune – versprochen!
(sb) Diggla
I
don't think you necessarily here the word Germany and then think beach
music. Isn't Germany more or less landlocked. And the beaches they do have
are in the north, mustn't it be too cold to swim/surf. I could be wrong and
hopefully my German readers will correct the error of my ways.
All of this is simply to introduce the German group Sealevel
and their new record The Beach From Last
Summer (Firestation
Records). Sealevel doeasn't simply suggest the music of the Beach Boys,
it actually hits you over the head with the comparison and then nails the
point home with ooh's and do-run-runs. But also there's a bit of power pop a
la The Posies hiding beneath the surface. Think I'm lying about the Beach
Boys then just check out the title track below. For the most OC ready track
try "High and Magic" instead. And for more Posies-like fun try
"It's On". Buy the new record here
at Amazon Germany.
www.songsillinoismp3.blogspot.com
„The
Sealevel sind die Konservierung jeglicher Sommergefühle in Musik. Wir
wollen Popsongs schreiben, die einen ans Meer, an den Strand und an den
Sommer erinnern. Eigentlich geht`s bei uns hauptsächlich um`s Wetter“.
Mit dieser kurzen, aber treffenden Selbstbeschreibung wäre eigentlich fast
schon alles gesagt über diese Band, die damit vielleicht gerade recht kommt
zum Herbst, der nunmehr wirklich einer zu werden scheint. Das
Erscheinungsdatum ihres ersten Albums „Beach from last summer“ ist zwar
rein zufällig, doch somit setzen The Sealevel den Sommer einfach auf ihrem
Album fort. Die musikalischen Ursprünge der in Berlin Friedrichshain ansässigen
Band liegen zum einem in den Vorbildern Beach Boys, Fountains of Wayne und
vor allem Teenage Fanclub.Zum anderen begann alles vor einigen Jahren in München.
Sänger Berni Mayer erklärt dazu: „Bereits in Bayern haben wir eine
gemeinsame Leidenschaft zu Twangpop a la Teenage Fanclub festgestellt und
teilen auch die Liebe zum mehrstimmigen Gesang. Da war's klar, dass wir nach
unseren Umzug nach Berlin erstmal eine Platte machen werden“. Vor einem
Jahr folgte dann in Friedrichshain der erste Auftritt.
Ihre Band sehen die Jungs von The Sealevel vor allem als „ein
Liebhaberthema, dass sich rumsprechen muss“. Der Weg zum Firestation Label
war dabei durch den Kontakt von Hans über ein anderes Projekt, den Seaside
Stars, und vor allem durch die Möglichkeiten von Firestation auch im
Ausland über gute Vertriebswege zu verfügen, naheliegend. The Sealevel
sind insofern guter Dinge und scheinen zufrieden mit ihrem Debut. Doch die
Perspektiven für junge Bands sieht Berni Mayer eher weniger rosig: „Ich
persönlich sehe für englischsprachige deutsche Bands gerade wenig
Entwicklungsmöglichkeiten. Der deutsche Indiepop ist aber ohnehin zu
unentschlossen und manieristisch, um zum englischen, skandinavischen oder
gar amerikanischen aufzuschließen„. Eine Karriere als Popstar empfehle
sich somit nicht. „Wenn man den Spaß vor den Erfolg stellt, ist aber doch
einiges rauszuholen aus der deutschen Musiklandschaft“. Und diesen Spaß
scheine sie gegenwärtig zu haben. In der nächsten Zeit sind The Sealevel
auf Tour und sind dabei am 04.11.2005 auch auf der Hoppetosse in Berlin zu
Gast. Doch zuvor erfüllt sich ein kleiner Traum, denn zusammen mit ihren
Teenage Fanclub stehen sie in diesen Tagen in Stuttgart und Köln auf der Bühne,
„denn schließlich gäb’s uns ohne die Herren Blake und Co überhaupt
nicht“.
Die persönliche und musikalische Zukunft zeichnet sich für Berni Mayer und
The Sealevel auch schon deutlich ab. Zunächst stehen da die Veröffentlichung
weiterer Platten und regelmäßige Fahrten ans Meer an. Dabei wäre es schön,
wenn Brian Wilson auf dem nächsten Album mit dabei wäre. „Cool wäre
auch, wenn der Fanclub mal einen Song von uns covern würde“. Man wird ja
mal träumen dürfen, vom Sommer, vom Meer und vom Teenage Fanclub...
Elisabett.de
Einheimische Bands, die sich dem Westcoast-Pop der mittleren und späten 60er verschrieben haben, gibt es ja auch nicht gerade wie Sand am Meer (aaaaaaaaaahh…). The Sealevel aus Berlin wollen nun diese Lücke füllen, und das gelingt gar nicht mal so schlecht. Man lehnt sich an die Beach Boys an (die luftigen, frühen beim eher unspektakulären Opener und Titelstück, die schwermütigen, späteren bei „Lingering On“), die Byrds und Neil Young tauchen dann auch mal vor dem geistigen Auge auf und es schallallallaaaaht manchmal im Chor wie einst bei den großartigen, vergessenen, verschollenen Retro-Göttern Jellyfish oder wenigstens Crowded House („Moon Changes“). Dass sie ihre Idole gut studiert haben, dass das alles sehr ausgewogen klingt und kein Klischee überanstrengt wird, sollte man als Kompliment auffassen. (oj)
Live-magazin.de
Sie
haben den Code geknackt und können seitdem unser Wetter bestimmen,
behaupten die vier Herren von The Sealevel kühn.
Zumindest musikalisch setzt das Berliner Quartett alles daran, die
Herausforderung anzunehmen.
Ihr Debüt 'The Beach From Last Summer' (VÖ: 14.10.) kurvt ziemlich lässig
auf den Surf-Pop Wogen, gerät nur manchmal in melancholische Untiefen und lässt
uns im wohligen Glauben, dass der nächste Sommer bestimmt genauso toll
wird, wie der letzte.
Sänger, wie Songwriter gibt es zwei: Hans Forster und Berni Mayer.
Entstanden ist das Album komplett in Eigenregie, direkt aus dem Proberaum
heraus. Doch woher soviel Strandfeeling in einem Kreuzberger Hinterhof
nehmen? Was man in Berlin schon seit längerem weiß: Hier liegt der Strand
direkt unter dem Pflaster...
MTV.de
Leichter als ein Kilo Wolken schweben The Sea Level durch sommergefühllastige Popmusik. Fast geht ihr Debüt im Herbstlärm (Laub, etc.) unter, so sacht sliden die Gitarren und gleiten die Mehrstimmigkeiten über die Harmonierezeptoren.
Mit
Ausdauer, Feingefühl und Satzgesang bearbeiten The Sea Level die
Schnittstelle zwischen Sommer und allem, was danach kommt. Mit einem Auge auf
dem nunmehr leeren Strand und einem im Beachboys-Songbook singen sie der
unmittelbaren Vergangenheit so manches Ständchen, um sich dann aber auch
einmal gern auf aktuelles Lieben und Leiden zu kümmern und die mit filigranen
Harmonieschnörkeln verzierten Sommersounds in den Herzen und in den Winter zu
tragen.
Am schönsten ist "Beach From Last Summer" eigentlich immer dann,
wenn es der Vergangenheit eher nicht so viel neues hinzufügen möchte. Wenn
die Zitate umhergeschoben und abenteuerlich kombiniert werden, wenn ein zart
brummendes Dejà Entendu die Sommersonneindiehits begleitet. In manch anderem
Moment scheint dann doch die etwas kraftlose deutsche Indieschule mit all
ihrem Weißnichtsorecht durch die Harmonieschleier und blendet den verklärten
Blick. Doch solange Rettung zum Beispiel in Form famoser Crystals-Zitate nahe
ist, kann das ja fast ein bisschen egal sein. (sc)
www.tonspion.de
So langsam kommen die letzten Sonnenstrahlen des Sommers noch durch, es sind nicht mehr 30 Grad aber ab und zu noch zumindest jackenlos warm. Man schleckt noch ein Eis und schlendert die Strandpromenade entlang. Im großen und ganzen war der Sommer o.k.. So ungefähr mutet diese CD der Berliner The Sealevel an. Wenn sie jemand als Indieband aus Amerika ausweisen würde, keiner könnte sich musikalisch beschweren. Das ganze ist recht direkt umgesetzt als eine Erinnerung eines der letzten Sommer, vielleicht auch aus den sechzigern. Auf jeden Fall charmant und sehr angenehm
westzeit
Freunde des gepflegten Westcoast-Sounds können aufatmen. Aus den Resten der famosen Berliner Combo Seaside Stars gründete sich The Sealevel und die Jungs um Hans Forster machen genau da weiter, wo die Seaside Stars aufgehört haben. Auf ihrem Debütalbum "Beach From Last Summer" präsentieren das Quartett Songs, die man sonst nur von Teenage Fanclub oder den Go-Betweens zu hören bekommt. Brian Wilson lugt um die Ecke, die Twang-Gitarre jault und selbst Neil Young schaut hin und wieder vorbei. Schade eigentlich, dass diese Platte erst im Herbst veröffentlicht wird, denn The Sealevel haben mit diesem Tonträger den perfekten Soundtrack zu langen Fahrten im Cabrio geschaffen. Ob nun in Kalifornien oder Brandenburg. Steigen Sie ein, legen Sie die CD ein und wenn das Wetter dieses jahr nicht mehr mitspielt, kann man sich diese schöne Platte auch für nächstes Jahr zurücklegen. Zeitloser, unendlich schöner Indie-Pop, wie er in Deutschland eigentlich kaum produziert wird. Nicht wirklich neu, aber einfach schön.
Ich
möchte so vermessen sein und behaupten, dass niemand in diesem Land schönere
Lieder schreiben kann, wie Hans Forster. Ehrlich.
Es gibt ja oft so Nächte, da kommt man heim, ist ein wenig angetüdelt und
daheim setzt man sich dann auf das Sofa, schenkt sich noch ein letztes Glas vorm
Schlafengehen ein. Dann wird man plötzlich melancholisch und fängt an, in der
Plattensammlung zu wühlen.
Dabei stieß ich einmal auf eine CD der Seaside Stars. Ich hörte das Stück
„Kick out“ in dieser Nacht fünf Stunden lang am Stück. Dazu leerte ich
diverse Fässer Wein und heulte die viele Flüssigkeit wieder raus.
„Kick out“ war der beste Popsong, der jemals geschrieben wurde.
Ich beschloss noch in dieser Nacht ungefragt einen Videoclip für die Seaside
Stars zu produzieren (zu sehen bei www.lasvegasboys.de),
ein besserer Mensch zu werden und bald mal wieder ans Meer zu fahren.
Die anderen Lieder der Seaside Stars waren genauso gut. Und ich bin einer der
wenigen Menschen, die schon Lieder des zweiten, unveröffentlichten, Seaside
Stars-Albums gehört haben. Ich habe mich beim Hören gefühlt, wie Luke
Skywalker, als er das erste Mal ein Laserschwert in der Hand halten durfte.
Vor ein paar Monaten gab es Gerüchte, dass Hans in Berlin eine neue Band hat.
Zusammen mit Berni Mayer von Grand Underground nennen sie sich The Sealevel.
Hoffentlich macht er nichts falsch.
Der erst ein meinem Freundeskreis, der Aufnahmen hören durfte, beruhigte mich.
„Das ist wie bei J.Mascis. Der kann nur das was er immer macht.“
Und überhaupt: Hans Forster macht alles so unbeschreiblich perfekt. Lieder, die
so leicht klingen, so klingen, als ob jeder Ton nur darauf gewartet hat, mit den
anderen zu harmonieren. Und zwar besser zu harmonieren, wie mit allen anderen Tönen,
die da nicht sind. Es passt alles. The Sealevel machen wie The Seaside Stars
perfekte Popsongs.
So als ob der junge Brian Wilson bei Teenage Fanclub mitmachen würde.
So das man Gänsehaut bekommt. Und dabei in die Sonne lächelt.
Neulich bekam ich eine Mail von Hans. Er hat wieder eine neue Band. Sie heißt
The Monstor Bronsons. Ich hab schon ein Lied gehört. Konstant.
säm
Bewertung: Überzeugend
Mediendienst Teleschau
Seit 22. September ist der Sommer vorbei, zumindest kalendarisch. Umso schöner, dass mir kurz vor Ablauf der Frist noch diese CD, quasi direkt vom Wannseeufer auf den Tisch gespült wird. The Sealevel aus Berlin spielen jangelnden 60's-Gitarren-Pop mit Beach Boys-Twists und –Twang, ihre ent- wie ansprechend aufgemachte CD "Beach from last summer" erscheint am 04.10. über das kleine Label Firestation Records. Und man denkt natürlich an Brian Wilson und die Feuerwehrhelme. " We've cracked the code to change the weather" singen sie. In der Tat: Leichtfüßiger Bababa-Satzgesang, zu dem man sich ballspielende Kinder, Eis am Stiel und was weiß ich noch auf Urlaubs-Super 8 vorstellen kann. Am Strand, natürlich. Blöde Frage. Hiergibt es mehr zu bestaunen.
Heimspiel Ticker
www.intro.de
Nach langer
Zeit kann auch ich mal wieder eine Firestation Records Album mein Eigen nennen.
Und nach dem ersten hören kann ich nur sagen: Gott sei dank! THE SEALEVEL aus
Berlin liefern hier ein Meisterwerk zeitgenössischer Pop-Musik ab, das ohne
weiteres auch von den Herren aus Glasgow oder Edinburgh hätte aufgenommen
werden können. Warum klingt das neue Teenage Fanclub Album nicht so? Schmissige
Twang-Gitarren, toller Beach Boys Harmonie Gesang und leichter 60s Pop Appeal.
Gleich der Opener „beach from last summer“ lässt das Herz tanzende
Arrhythmien durchführen und Besserung ist während der kommenden Stücke auch
nicht zu erwarten. Lese den Beipackzettel und Du wirst eines der erfrischendsten
Pop-Alben der letzten Zeit hören. Ohne Notarzt. Rezeptfreie Anspieltipps sind
u.a. „drank the summer“, „my mistakes“ oder „the way with
you“.Definitiv das Album um in Lossiemouth mit seinem Schatz in den Dünen zu
liegen um dem Sonnenuntergang beizuwohnen. Berlin liegt in Schottland. Basta.
(bka)
www.hochverdichtet.de
Ich
möchte so vermessen sein und behaupten, dass niemand in diesem Land schönere
Lieder schreiben kann, wie Hans Forster.
Das meine ich ernst.
Es gibt ja oft diese Nächte, da kommt man heim, ist ein wenig angetüdelt und
in der Wohnung setzt man sich dann auf das Sofa und schenkt sich noch ein
letztes Glas vorm Schlafengehen ein. Minuten drauf wird man plötzlich
melancholisch und fängt an, in der Plattensammlung zu wühlen.
Dabei stieß ich einmal auf die CD der Seaside Stars. Ich hörte deren Stück
"Kick out" in dieser Nacht fünf Stunden lang am Stück. Dazu leerte
ich diverse Fässer Wein und heulte die viele Flüssigkeit gleich wieder raus.
"Kick out" war der beste Popsong, der jemals geschrieben wurde.
Ich beschloss noch in dieser Nacht ungefragt einen Videoclip für die Seaside
Stars zu produzieren, ein besserer Mensch zu werden und bald mal wieder ans Meer
zu fahren. Die anderen Lieder der Seaside Stars waren genauso gut. Und ich bin
einer der wenigen Menschen, die schon Lieder des zweiten, noch unveröffentlichten
Seaside Stars-Albums gehört haben. Ich habe mich beim Hören gefühlt, wie Luke
Skywalker, als er das erste Mal ein Laserschwert in der Hand halten durfte.
Vorgespielt hat mir die neue Platte Andi "Guiseppe" Schuhwirth, die
Seaside Stars-Hälfte, die in Regensburg lebt. Hans Forster, die andere Hälfte,
lebt derweil in Berlin und vor ein paar Monaten kam die Nachricht, dass er in
der Hauptstadt eine neue Band hat. Zusammen mit Berni Mayer von Grand
Underground nennen sie sich The Sealevel. Hoffentlich macht Hans nichts falsch,
also anders, dachte ich. Der Erste in meinem Freundeskreis, der Aufnahmen von
The Sealevel hören durfte, beruhigte mich.
"Das ist wie bei J.Mascis von Dinosaur Jr. - der kann nur das was er immer
macht. Egal ob solo oder mit irgendeiner Band."Was Hans Forster macht, ist
ganz einfach: Er macht alles so unbeschreiblich perfekt. Lieder, die so leicht
klingen, als ob jeder Ton nur darauf gewartet hat, mit den anderen zu
harmonieren. Und zwar besser zu harmonieren, wie mit allen anderen Tönen, die
da nicht sind. Es passt alles. The Sealevel machen wie The Seaside Stars
perfekte Popsongs.
So, als ob der junge Brian Wilson bei Teenage Fanclub mitmachen würde.
So, dass man Gänsehaut bekommt. Und die Sonne sieht (sogar und besonders im
Herbst). Gerade
passend erscheint am 4.Oktober bei Firestation Records "Beach from last
Summer", die erste Platte von The Sealevel.
Vor ein paar Monaten bekam ich die CD mit der Post
geschickt. Sie brachte mich durch den Sommer. Und jetzt, wo es draußen so kalt
wird, dass man nicht mehr versteht, wieso man "Übergangsjacken"
kauft, obwohl ein "Übergang" zwischen Sommer und Winter sich
innerhalb einer Woche vollzieht und jetzt alle schon den dritten Winter in Folge
mit diesen Fellkapuzenjacken durch die Straßen ziehen, genau jetzt lässt mich
"Beach from last Summer" den Sommer im Kopf behalten (und ich schreibe
bewusst nicht "im Herzen", den so pathetisch kann ich persönlich
leider gar nicht sein).Neulich
bekam ich wieder Post von Hans. Er hat jetzt eine neue Band. Zusätzlich zu den
Seaside Stars und The Sealevel. Sie heißt The Monstor Bronsons.
Ich hab schon ein Lied gehört und es könnte auch
eines von The Sealevel sein. Oder von den Seaside Stars (nur mit ein bisschen
mehr Pavement-Einflüssen).
Konstant geblieben also.Und Guiseppe, der
Regensburger Seaside Star, erzählte mir, dass Hans und er gerade oft zwischen
Berlin und Regensburg hin- und herreisen, um gemeinsam zu proben. Und dass sie
mit den Seaside Stars gerade auch schon fast soweit sind, die neue Platte
rauszubringen. Und live wollen sie dann auch spielen.
Vielleicht mit den Bandmitgliedern aller drei Bands.
Und hab ich schon erwähnt, dass Hans Forster auch bei einem Lied auf der neuen
Andi Teichmann-Platte mitgewirkt hat?
Das klingt dann schon ein wenig anders. Aber wenn man genau hinhört, dann sieht
man doch gleich wieder die Sonne.
Ja ja.
Br-online / zündfunk
es
gibt sie noch, die wahren sommeralben. zwar verkünden the sealevel auf ihrem
debut, “summer days are gone” („it’s on“), aber so ganz abnehmen mag
man dieses den vier jungs aus berlin nicht. endlos scheinen die tage unter der
warmen sonne zu sein. die zwölf songs erzählen uns voller fernweh von
„sunbeams“ und „palm trees“, „shores“, „beaches“ und
„waves“. hier sind die weiten sandstrände von santa monica näher als der
treptower park. denn dort in kalifornien besitzen die mädchen „maritime
smiles“, „sunlit faces“ oder sind überhaupt „colourful like a rainbow
heading“. die zeit steht still und der blick zurück darauf hinterlässt
hoffnung und bitterkeit zugleich: „we used to spend the days on drinks while
we got stoned and all the nights were high and magic. we used to be just
friends, hung out in this town. it could be everything, but things turned really
bad“ („high and magic“). hans forsters stimme verströmt eine ganz
wunderbar sanfte melancholie, dass man die sehnsucht nach den unbeschwerten
tagen und den verflossenen lieben einfach mit sich in den herbst nehmen kann. ähnliches
gelang dem guten mann übrigens bereits mit seiner letzten band seaside stars,
deren album „the magic of stereo“ eines der tollsten alben des jahres 2001
war. von dessen sound ist „beach from last summer“ nur einen kurzen
strandspaziergang entfernt. in ihrer freizeit hören the sealevel mit vorliebe
brian wilson und teenage fanclub, gelegentlich auch neil young. als reminiszenz
darf da natürlich ein klassisches „da do run-run-run“ im titeltrack nicht
fehlen. mit viel liebe zum detail werden dabei die guten 60er in die gegenwart
befördert. und auch wenn der sommer sich nun allmählich dem ende zuneigt,
freue ich mich, dass dieses album mich durch die anstehenden tristen tage
bringen wird.
(cs)
Ich
weiß, die Idee hab ich schon mal in einer Rezension verwendet. Aber würde dies
nicht vielleicht sogar der einzig richtige Weg sein in Zeiten von Tauschbörsen
und MP3s? Welcher Weg? Na dem Artwork mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wohlmöglich
die Platten ganz anhand des Aussehens zu besprechen. Denn nicht umsonst gibt es
liebevoll gestaltete Cover, hübsche Booklets und sonstige Schmeicheleien fürs
Auge, die bei MP3s ganz wegfallen.
Okay, bei CDs fällt alles etwas kleiner aus und gerade gute Labels können sich
oft das dicke Booklet nicht leisten - mir fallen da zum Beispiel ein paar Veröffentlichungen
aus dem Hause K-Records ein. Egal, denn hier geht es um The Sealevel. Die
spendieren ihrer CD erstmal ein grünes Tray, das erste in meiner Sammlung
(sieht man von Neongrünen Green Day Singles ab) und ein 60ies Style Cover.
Klar, oben in der Ecke steht Stereoe und dann werden einige Titel vorne
abgelichtet. Einzig irritierend ist das Foto. Ein, ich rate, Ford Mustang in der
Wüste. Smells like Nevada, meinetwegen auch Texas, das hat mit Titel wie
„Drank The Summer" und dem Beach Boysesken Design wenig zu tun.
Woher kommen die vier Jungs denn nun? Berlin? Das passt auch so gar nicht zum
Bild. Wanne Eickel hätte ich im Zweifelsfalle getippt. So bleibt nach der
Irritation nur noch die Musik. Und tatsächlich, gleich im ersten song wird über
Sommer und Strand gesungen, dazu mehrstimmige Harmoniegesänge im Stile der
Beach Boys und ein gut abgehangenes Rock’n’Roll Riff. Hübsch, gute
Basslinie und schmissig. Und die Wüste?
Die kommt gleich im zweiten Song, wo sich zum hübschen Picking eine
Slidegitarre hinzugesellt, das erinnert an Flo Fernandez und seine Feelings und
weißt somit direkt zu gefallen.
„The Way With You" erinnert bisweilien gar an Subterfuge, insbesondere
stimmlich und auch The Teenage Fanclub lassen sich neben allen 60ies Referenzen
raushören. Einzig eine Enttäuschung bleibt bei all dem Fischen in der
Vergangenheit. So authentisch, wie die Songs klingen hätte auch die Produktion
sein sollen. Analoger, Wärmer, hier ist vieles doch zu glockenklar. Schade
drum... sonst hätte man vielleicht die perfekte Sommerplatte für den Herbst.
So warten wir ein paar Monate und gucken, ob aus dieser Herbstplatte bei den
ersten warmen Tagen im nächsten Jahr nicht doch die Sonne strahlender glänzt
als an diesen Regentagen.
Nillson.de