FST 063 SEALEVEL BEACH FROM LAST

 

            The Sealevel    -   Beach from last summer

12 Track CD- Album

Cat.No. FST 063

 

                        Beach from last summer

                        High and magic

                        Drank the summer

                        Lingering on

                        The way with you

                        Moon changes

                        Fan

                        Our way to Rome

                        My mistakes

                        Spinning out

                        It´s on

                        That bad

Bisschen spät dran mit ihrem Album sind The Sealevel aus Berlin. „Beach From The Last Summer" besteht aus dem, was West-Coast-Pop genannt wird. Auf den Fotos im Booklet wird aus dem Strand zwar erstmal eine einsame, karge Wüste – in der Musik jedoch sind das Meer und die ausgelassene, gute Laune spürbar. Gitarrenharmonien, Satzgesang und gute Laune mit einem leicht sehnsüchtigen Blick zurück auf den „Lemonade Summer". In früheren Zeiten hätte Brian Wilson zu diesem Album nicht „Nein" gesagt. „Beach From The Last Summer" vereint zwölf Songs, denen der Wurm im Ohr über weite Strecken nicht mal versucht zu widerstehen. Ein wenig wie bei Teenage Fanclub und das ist am Ende ja doch erstaunlich für eine Berliner Band, die im urbanen Großstadtdschungel lebt und Platten aufnimmt.

Macht also vielleicht tatsächlich Sinn, solche Musik hier und jetzt im bundesdeutschen Herbst und kurz vor dem ersten Schnee zu veröffentlichen, denn „Beach From The Last Summer" eignet sich optimal für wehmütige Sommerurlaubserinnerungen – selbst wenn die Ostsee nicht ganz mit Kalifornien zu vergleichen ist.

SOUNDMAG.DE


 

Herbst und Gitarrenpop passen eigentlich gut zusammen. Leichte bis schwere Melancholie ist in vielen gitarrenlastigen Songs zu finden. Doch halt!              The Sealevel machen zwar Gitarrenpop, aber melancholisch ist da nicht wirklich viel. Eher ein leichter Sommerwind, der die Haare zu streifen scheint. Der Opener des Albums „Beach From Last Summer“ fängt mit einer Gitarre an, bei der man denkt, den Sound kenn ich doch! Klingt wie The Strokes. Doch nach dem ersten Beach Boys-artigen „Wiuhuhhhh“ weiß man, dass die Band weit davon entfernt ist, ein Plagiat zu sein.Satzgesang, Twang Gitarren und eine nicht zu überhörende Liebe zu den Sechzigern, Brian Wilson und Neil Young prägen die Musik von The Sealevel. Das erste Album der der erst vor zwei Jahren gegründeten Berliner Band ist poppig durch und durch und verbreitet gute Laune – versprochen!

(sb) Diggla


 

I don't think you necessarily here the word Germany and then think beach music. Isn't Germany more or less landlocked. And the beaches they do have are in the north, mustn't it be too cold to swim/surf. I could be wrong and hopefully my German readers will correct the error of my ways.
All of this is simply to introduce the German group Sealevel and their new record The Beach From Last Summer (Firestation Records). Sealevel doeasn't simply suggest the music of the Beach Boys, it actually hits you over the head with the comparison and then nails the point home with ooh's and do-run-runs. But also there's a bit of power pop a la The Posies hiding beneath the surface. Think I'm lying about the Beach Boys then just check out the title track below. For the most OC ready track try "High and Magic" instead. And for more Posies-like fun try "It's On". Buy the new record here at Amazon Germany.

www.songsillinoismp3.blogspot.com


„The Sealevel sind die Konservierung jeglicher Sommergefühle in Musik. Wir wollen Popsongs schreiben, die einen ans Meer, an den Strand und an den Sommer erinnern. Eigentlich geht`s bei uns hauptsächlich um`s Wetter“. Mit dieser kurzen, aber treffenden Selbstbeschreibung wäre eigentlich fast schon alles gesagt über diese Band, die damit vielleicht gerade recht kommt zum Herbst, der nunmehr wirklich einer zu werden scheint. Das Erscheinungsdatum ihres ersten Albums „Beach from last summer“ ist zwar rein zufällig, doch somit setzen The Sealevel den Sommer einfach auf ihrem Album fort. Die musikalischen Ursprünge der in Berlin Friedrichshain ansässigen Band liegen zum einem in den Vorbildern Beach Boys, Fountains of Wayne und vor allem Teenage Fanclub.Zum anderen begann alles vor einigen Jahren in München. Sänger Berni Mayer erklärt dazu: „Bereits in Bayern haben wir eine gemeinsame Leidenschaft zu Twangpop a la Teenage Fanclub festgestellt und teilen auch die Liebe zum mehrstimmigen Gesang. Da war's klar, dass wir nach unseren Umzug nach Berlin erstmal eine Platte machen werden“. Vor einem Jahr folgte dann in Friedrichshain der erste Auftritt.
Ihre Band sehen die Jungs von The Sealevel vor allem als „ein Liebhaberthema, dass sich rumsprechen muss“. Der Weg zum Firestation Label war dabei durch den Kontakt von Hans über ein anderes Projekt, den Seaside Stars, und vor allem durch die Möglichkeiten von Firestation auch im Ausland über gute Vertriebswege zu verfügen, naheliegend. The Sealevel sind insofern guter Dinge und scheinen zufrieden mit ihrem Debut. Doch die Perspektiven für junge Bands sieht Berni Mayer eher weniger rosig: „Ich persönlich sehe für englischsprachige deutsche Bands gerade wenig Entwicklungsmöglichkeiten. Der deutsche Indiepop ist aber ohnehin zu unentschlossen und manieristisch, um zum englischen, skandinavischen oder gar amerikanischen aufzuschließen„. Eine Karriere als Popstar empfehle sich somit nicht. „Wenn man den Spaß vor den Erfolg stellt, ist aber doch einiges rauszuholen aus der deutschen Musiklandschaft“. Und diesen Spaß scheine sie gegenwärtig zu haben. In der nächsten Zeit sind The Sealevel auf Tour und sind dabei am 04.11.2005 auch auf der Hoppetosse in Berlin zu Gast. Doch zuvor erfüllt sich ein kleiner Traum, denn zusammen mit ihren Teenage Fanclub stehen sie in diesen Tagen in Stuttgart und Köln auf der Bühne, „denn schließlich gäb’s uns ohne die Herren Blake und Co überhaupt nicht“.
Die persönliche und musikalische Zukunft zeichnet sich für Berni Mayer und The Sealevel auch schon deutlich ab. Zunächst stehen da die Veröffentlichung weiterer Platten und regelmäßige Fahrten ans Meer an. Dabei wäre es schön, wenn Brian Wilson auf dem nächsten Album mit dabei wäre. „Cool wäre auch, wenn der Fanclub mal einen Song von uns covern würde“. Man wird ja mal träumen dürfen, vom Sommer, vom Meer und vom Teenage Fanclub...

Elisabett.de


 

Einheimische Bands, die sich dem Westcoast-Pop der mittleren und späten 60er verschrieben haben, gibt es ja auch nicht gerade wie Sand am Meer (aaaaaaaaaahh…). The Sealevel aus Berlin wollen nun diese Lücke füllen, und das gelingt gar nicht mal so schlecht. Man lehnt sich an die Beach Boys an (die luftigen, frühen beim eher unspektakulären Opener und Titelstück, die schwermütigen, späteren bei „Lingering On“), die Byrds und Neil Young tauchen dann auch mal vor dem geistigen Auge auf und es schallallallaaaaht manchmal im Chor wie einst bei den großartigen, vergessenen, verschollenen Retro-Göttern Jellyfish oder wenigstens Crowded House („Moon Changes“). Dass sie ihre Idole gut studiert haben, dass das alles sehr ausgewogen klingt und kein Klischee überanstrengt wird, sollte man als Kompliment auffassen. (oj)

Live-magazin.de


 

Sie haben den Code geknackt und können seitdem unser Wetter bestimmen, behaupten die vier Herren von The Sealevel kühn.
Zumindest musikalisch setzt das Berliner Quartett alles daran, die Herausforderung anzunehmen.
Ihr Debüt 'The Beach From Last Summer' (VÖ: 14.10.) kurvt ziemlich lässig auf den Surf-Pop Wogen, gerät nur manchmal in melancholische Untiefen und lässt uns im wohligen Glauben, dass der nächste Sommer bestimmt genauso toll wird, wie der letzte.
Sänger, wie Songwriter gibt es zwei: Hans Forster und Berni Mayer.
Entstanden ist das Album komplett in Eigenregie, direkt aus dem Proberaum heraus. Doch woher soviel Strandfeeling in einem Kreuzberger Hinterhof nehmen? Was man in Berlin schon seit längerem weiß: Hier liegt der Strand direkt unter dem Pflaster...

MTV.de

 

Leichter als ein Kilo Wolken schweben The Sea Level durch sommergefühllastige Popmusik. Fast geht ihr Debüt im Herbstlärm (Laub, etc.) unter, so sacht sliden die Gitarren und gleiten die Mehrstimmigkeiten über die Harmonierezeptoren.

Mit Ausdauer, Feingefühl und Satzgesang bearbeiten The Sea Level die Schnittstelle zwischen Sommer und allem, was danach kommt. Mit einem Auge auf dem nunmehr leeren Strand und einem im Beachboys-Songbook singen sie der unmittelbaren Vergangenheit so manches Ständchen, um sich dann aber auch einmal gern auf aktuelles Lieben und Leiden zu kümmern und die mit filigranen Harmonieschnörkeln verzierten Sommersounds in den Herzen und in den Winter zu tragen.
Am schönsten ist "Beach From Last Summer" eigentlich immer dann, wenn es der Vergangenheit eher nicht so viel neues hinzufügen möchte. Wenn die Zitate umhergeschoben und abenteuerlich kombiniert werden, wenn ein zart brummendes Dejà Entendu die Sommersonneindiehits begleitet. In manch anderem Moment scheint dann doch die etwas kraftlose deutsche Indieschule mit all ihrem Weißnichtsorecht durch die Harmonieschleier und blendet den verklärten Blick. Doch solange Rettung zum Beispiel in Form famoser Crystals-Zitate nahe ist, kann das ja fast ein bisschen egal sein. (sc)
 

www.tonspion.de


So langsam kommen die letzten Sonnenstrahlen des Sommers noch durch, es sind nicht mehr 30 Grad aber ab und zu noch zumindest jackenlos warm. Man schleckt noch ein Eis und schlendert die Strandpromenade entlang. Im großen und ganzen war der Sommer o.k.. So ungefähr mutet diese CD der Berliner The Sealevel an. Wenn sie jemand als Indieband aus Amerika ausweisen würde, keiner könnte sich musikalisch beschweren. Das ganze ist recht direkt umgesetzt als eine Erinnerung eines der letzten Sommer, vielleicht auch aus den sechzigern. Auf jeden Fall charmant und sehr angenehm

westzeit


Freunde des gepflegten Westcoast-Sounds können aufatmen. Aus den Resten der famosen Berliner Combo Seaside Stars gründete sich The Sealevel und die Jungs um Hans Forster machen genau da weiter, wo die Seaside Stars aufgehört haben. Auf ihrem Debütalbum "Beach From Last Summer" präsentieren das Quartett Songs, die man sonst nur von Teenage Fanclub oder den Go-Betweens zu hören bekommt. Brian Wilson lugt um die Ecke, die Twang-Gitarre jault und selbst Neil Young schaut hin und wieder vorbei. Schade eigentlich, dass diese Platte erst im Herbst veröffentlicht wird, denn The Sealevel haben mit diesem Tonträger den perfekten Soundtrack zu langen Fahrten im Cabrio geschaffen. Ob nun in Kalifornien oder Brandenburg. Steigen Sie ein, legen Sie die CD ein und wenn das Wetter dieses jahr nicht mehr mitspielt, kann man sich diese schöne Platte auch für nächstes Jahr zurücklegen. Zeitloser, unendlich schöner Indie-Pop, wie er in Deutschland eigentlich kaum produziert wird. Nicht wirklich neu, aber einfach schön.

www.Gästeliste.de


 

Ich möchte so vermessen sein und behaupten, dass niemand in diesem Land schönere Lieder schreiben kann, wie Hans Forster. Ehrlich.
Es gibt ja oft so Nächte, da kommt man heim, ist ein wenig angetüdelt und daheim setzt man sich dann auf das Sofa, schenkt sich noch ein letztes Glas vorm Schlafengehen ein. Dann wird man plötzlich melancholisch und fängt an, in der Plattensammlung zu wühlen.
Dabei stieß ich einmal auf eine CD der Seaside Stars. Ich hörte das Stück „Kick out“ in dieser Nacht fünf Stunden lang am Stück. Dazu leerte ich diverse Fässer Wein und heulte die viele Flüssigkeit wieder raus.
„Kick out“ war der beste Popsong, der jemals geschrieben wurde.
Ich beschloss noch in dieser Nacht ungefragt einen Videoclip für die Seaside Stars zu produzieren (zu sehen bei www.lasvegasboys.de), ein besserer Mensch zu werden und bald mal wieder ans Meer zu fahren.
Die anderen Lieder der Seaside Stars waren genauso gut. Und ich bin einer der wenigen Menschen, die schon Lieder des zweiten, unveröffentlichten, Seaside Stars-Albums gehört haben. Ich habe mich beim Hören gefühlt, wie Luke Skywalker, als er das erste Mal ein Laserschwert in der Hand halten durfte.
Vor ein paar Monaten gab es Gerüchte, dass Hans in Berlin eine neue Band hat. Zusammen mit Berni Mayer von Grand Underground nennen sie sich The Sealevel.
Hoffentlich macht er nichts falsch.
Der erst ein meinem Freundeskreis, der Aufnahmen hören durfte, beruhigte mich.
„Das ist wie bei J.Mascis. Der kann nur das was er immer macht.“
Und überhaupt: Hans Forster macht alles so unbeschreiblich perfekt. Lieder, die so leicht klingen, so klingen, als ob jeder Ton nur darauf gewartet hat, mit den anderen zu harmonieren. Und zwar besser zu harmonieren, wie mit allen anderen Tönen, die da nicht sind. Es passt alles. The Sealevel machen wie The Seaside Stars perfekte Popsongs.
So als ob der junge Brian Wilson bei Teenage Fanclub mitmachen würde.
So das man Gänsehaut bekommt. Und dabei in die Sonne lächelt.
Neulich bekam ich eine Mail von Hans. Er hat wieder eine neue Band. Sie heißt The Monstor Bronsons. Ich hab schon ein Lied gehört. Konstant.


säm

www.pittiplatsch3000.de


 

Schon der Titelsong und Opener "Beach From Last Summer" gibt die Atmosphäre und das Programm des Debütalbums der Berliner Band The Sealevel vor: Twang-Gitarren jaulen, eine glockenhelle Brian-Wilson-Stimme singt "Da-Do-Run-Run-Run" und die folgenden zwölf Titel erzählen von "Sunlit Face", "Chilling" und "Lemonade Summer". Überraschend, dass die Münchner Hans Forster (Gesang) und Berni Mayer (Gitarre), sowie ihre Band-Kollegen Markus Kreisel(Drums) und Dirk Schwindehammer (Bass) nicht aus 'Good Old California' stammen, denn ihre Musik verbreitet relaxte Abhäng-Atmosphäre, die an Strandleben und Surfer-Alltag in Malibu oder La Jolla Beach erinnert: "We've checked the waves and drank the summer, we've checked it out and kicked the day." ("Drank The Summer") Hoffnungsvoll und dennoch verträumt-melancholisch erzählt Forster mit sanfter Stimme von Sommertagen, verflogenen Träumen und vergangenen Beziehungen. Der 60er-Jahre-Retro-Sound der in Berlin beheimateten The Sealevel verspricht mit Satzgesang und Beachboys-Referenz, den ewigen, warmen, hellen Sommer in die bevorstehenden grauen und kalten Herbst- und Wintertage hinüber zu retten. Allerdings wünscht man sich auf Dauer etwas mehr musikalische Abwechslung. Auch wenn sich The Sealevel bemühen, die Geschwindigkeiten zu variieren und die Musik den Stimmungen der mal fröhlichen, mal melancholischen Texte anzupassen. Das traurige Liebeslied "The Way With You" ist deutlich langsamer und ruhiger als das rockigere "Moon Changes". Vor allem mit den ersten fünf Songs auf dem Album sind den Berlinern richtig schöne Pop-Perlen gelungen. Zum Ende hin wird der immer gleiche Mix aus Teenage Fanclub, Buffallo Tom, Wilco und Fountains of Wayne ein bisschen langweilig. Dennoch liefern The Sealevel mit einem insgesamt angenehm unaufgeregten und eher leisen Album den idealen Soundtrack für Sommer-Erinnerungsabende auf der Couch mit Dia-Show und melancholischen Gin-Tonic-Runden bis zum Abwinken: "Summerdays are Gone" (It's On").

Von Julia Köhler

Bewertung: Überzeugend

Mediendienst Teleschau


 

Seit 22. September ist der Sommer vorbei, zumindest kalendarisch. Umso schöner, dass mir kurz vor Ablauf der Frist noch diese CD, quasi direkt vom Wannseeufer auf den Tisch gespült wird. The Sealevel aus Berlin spielen jangelnden 60's-Gitarren-Pop mit Beach Boys-Twists und –Twang, ihre ent- wie ansprechend aufgemachte CD "Beach from last summer" erscheint am 04.10. über das kleine Label Firestation Records. Und man denkt natürlich an Brian Wilson und die Feuerwehrhelme. " We've cracked the code to change the weather" singen sie. In der Tat: Leichtfüßiger Bababa-Satzgesang, zu dem man sich ballspielende Kinder, Eis am Stiel und was weiß ich noch auf Urlaubs-Super 8 vorstellen kann. Am Strand, natürlich. Blöde Frage. Hiergibt es mehr zu bestaunen.

Heimspiel Ticker

www.intro.de

 

 

Nach langer Zeit kann auch ich mal wieder eine Firestation Records Album mein Eigen nennen. Und nach dem ersten hören kann ich nur sagen: Gott sei dank! THE SEALEVEL aus Berlin liefern hier ein Meisterwerk zeitgenössischer Pop-Musik ab, das ohne weiteres auch von den Herren aus Glasgow oder Edinburgh hätte aufgenommen werden können. Warum klingt das neue Teenage Fanclub Album nicht so? Schmissige Twang-Gitarren, toller Beach Boys Harmonie Gesang und leichter 60s Pop Appeal. Gleich der Opener „beach from last summer“ lässt das Herz tanzende Arrhythmien durchführen und Besserung ist während der kommenden Stücke auch nicht zu erwarten. Lese den Beipackzettel und Du wirst eines der erfrischendsten Pop-Alben der letzten Zeit hören. Ohne Notarzt. Rezeptfreie Anspieltipps sind u.a. „drank the summer“, „my mistakes“ oder „the way with you“.Definitiv das Album um in Lossiemouth mit seinem Schatz in den Dünen zu liegen um dem Sonnenuntergang beizuwohnen. Berlin liegt in Schottland. Basta. (bka)

www.hochverdichtet.de


 

Ich möchte so vermessen sein und behaupten, dass niemand in diesem Land schönere Lieder schreiben kann, wie Hans Forster.
Das meine ich ernst.
Es gibt ja oft diese Nächte, da kommt man heim, ist ein wenig angetüdelt und in der Wohnung setzt man sich dann auf das Sofa und schenkt sich noch ein letztes Glas vorm Schlafengehen ein. Minuten drauf wird man plötzlich melancholisch und fängt an, in der Plattensammlung zu wühlen.
Dabei stieß ich einmal auf die CD der Seaside Stars. Ich hörte deren Stück "Kick out" in dieser Nacht fünf Stunden lang am Stück. Dazu leerte ich diverse Fässer Wein und heulte die viele Flüssigkeit gleich wieder raus.
"Kick out" war der beste Popsong, der jemals geschrieben wurde.
Ich beschloss noch in dieser Nacht ungefragt einen Videoclip für die Seaside Stars zu produzieren, ein besserer Mensch zu werden und bald mal wieder ans Meer zu fahren. Die anderen Lieder der Seaside Stars waren genauso gut. Und ich bin einer der wenigen Menschen, die schon Lieder des zweiten, noch unveröffentlichten Seaside Stars-Albums gehört haben. Ich habe mich beim Hören gefühlt, wie Luke Skywalker, als er das erste Mal ein Laserschwert in der Hand halten durfte. Vorgespielt hat mir die neue Platte Andi "Guiseppe" Schuhwirth, die Seaside Stars-Hälfte, die in Regensburg lebt. Hans Forster, die andere Hälfte, lebt derweil in Berlin und vor ein paar Monaten kam die Nachricht, dass er in der Hauptstadt eine neue Band hat. Zusammen mit Berni Mayer von Grand Underground nennen sie sich The Sealevel. Hoffentlich macht Hans nichts falsch, also anders, dachte ich. Der Erste in meinem Freundeskreis, der Aufnahmen von The Sealevel hören durfte, beruhigte mich.
"Das ist wie bei J.Mascis von Dinosaur Jr. - der kann nur das was er immer macht. Egal ob solo oder mit irgendeiner Band."Was Hans Forster macht, ist ganz einfach: Er macht alles so unbeschreiblich perfekt. Lieder, die so leicht klingen, als ob jeder Ton nur darauf gewartet hat, mit den anderen zu harmonieren. Und zwar besser zu harmonieren, wie mit allen anderen Tönen, die da nicht sind. Es passt alles. The Sealevel machen wie The Seaside Stars perfekte Popsongs.
So, als ob der junge Brian Wilson bei Teenage Fanclub mitmachen würde.
So, dass man Gänsehaut bekommt. Und die Sonne sieht (sogar und besonders im Herbst).
Gerade passend erscheint am 4.Oktober bei Firestation Records "Beach from last Summer", die erste Platte von The Sealevel.
Vor ein paar Monaten bekam ich die CD mit der Post geschickt. Sie brachte mich durch den Sommer. Und jetzt, wo es draußen so kalt wird, dass man nicht mehr versteht, wieso man "Übergangsjacken" kauft, obwohl ein "Übergang" zwischen Sommer und Winter sich innerhalb einer Woche vollzieht und jetzt alle schon den dritten Winter in Folge mit diesen Fellkapuzenjacken durch die Straßen ziehen, genau jetzt lässt mich "Beach from last Summer" den Sommer im Kopf behalten (und ich schreibe bewusst nicht "im Herzen", den so pathetisch kann ich persönlich leider gar nicht sein).
Neulich bekam ich wieder Post von Hans. Er hat jetzt eine neue Band. Zusätzlich zu den Seaside Stars und The Sealevel. Sie heißt The Monstor Bronsons.
Ich hab schon ein Lied gehört und es könnte auch eines von The Sealevel sein. Oder von den Seaside Stars (nur mit ein bisschen mehr Pavement-Einflüssen).
Konstant geblieben also.Und Guiseppe, der Regensburger Seaside Star, erzählte mir, dass Hans und er gerade oft zwischen Berlin und Regensburg hin- und herreisen, um gemeinsam zu proben. Und dass sie mit den Seaside Stars gerade auch schon fast soweit sind, die neue Platte rauszubringen. Und live wollen sie dann auch spielen.
Vielleicht mit den Bandmitgliedern aller drei Bands.
Und hab ich schon erwähnt, dass Hans Forster auch bei einem Lied auf der neuen Andi Teichmann-Platte mitgewirkt hat?
Das klingt dann schon ein wenig anders. Aber wenn man genau hinhört, dann sieht man doch gleich wieder die Sonne.
Ja ja.

Br-online / zündfunk


 

es gibt sie noch, die wahren sommeralben. zwar verkünden the sealevel auf ihrem debut, “summer days are gone” („it’s on“), aber so ganz abnehmen mag man dieses den vier jungs aus berlin nicht. endlos scheinen die tage unter der warmen sonne zu sein. die zwölf songs erzählen uns voller fernweh von „sunbeams“ und „palm trees“, „shores“, „beaches“ und „waves“. hier sind die weiten sandstrände von santa monica näher als der treptower park. denn dort in kalifornien besitzen die mädchen „maritime smiles“, „sunlit faces“ oder sind überhaupt „colourful like a rainbow heading“. die zeit steht still und der blick zurück darauf hinterlässt hoffnung und bitterkeit zugleich: „we used to spend the days on drinks while we got stoned and all the nights were high and magic. we used to be just friends, hung out in this town. it could be everything, but things turned really bad“ („high and magic“). hans forsters stimme verströmt eine ganz wunderbar sanfte melancholie, dass man die sehnsucht nach den unbeschwerten tagen und den verflossenen lieben einfach mit sich in den herbst nehmen kann. ähnliches gelang dem guten mann übrigens bereits mit seiner letzten band seaside stars, deren album „the magic of stereo“ eines der tollsten alben des jahres 2001 war. von dessen sound ist „beach from last summer“ nur einen kurzen strandspaziergang entfernt. in ihrer freizeit hören the sealevel mit vorliebe brian wilson und teenage fanclub, gelegentlich auch neil young. als reminiszenz darf da natürlich ein klassisches „da do run-run-run“ im titeltrack nicht fehlen. mit viel liebe zum detail werden dabei die guten 60er in die gegenwart befördert. und auch wenn der sommer sich nun allmählich dem ende zuneigt, freue ich mich, dass dieses album mich durch die anstehenden tristen tage bringen wird.
(cs)

www.revolverclub.de


 

Bandname und Albumtitel geben hier schon die Musik vor. Und wenn man sich auch noch das Cover anschaut weiß man bereits was einen erwartet. Sommermucke vom feinsten. Als wenn man jeden Tag in Kalifornien am Stand liegt oder surfen geht. Und das von einer Band die gerade mal die Ostsee mehr oder weniger vor der Tür hat. OK, mit dem Sommer war es dieses Jahr nicht wirklich was. Aber der nächste kommt bestimmt und mit dieser Platte schafft ihr es auch den Herbst zu überstehen. Denn "Beach From Last Summer" vertreibt jegliche Herbstgefühle und bringt den Sommer zurück in dein Wohnzimmer. Versprochen. Auf dem Album von The Sealevel findet man zwölf perfekte Popsongs, wie sie ein Brian Willson nicht besser hinbekommen hätte. Das Wort „Summer“ ist allgegenwärtig, unterstützt von wunderbaren „huuuuuhhhuuu“ und „bababababa“ Chören. Und das ganze wird mit einer Gitarre, Bass, Schlagzeug Besetzung geschafft. Wer Teenage Fanclub und/oder die Beach Boys mag, kann mit The Sealevel nichts falsch machen. Denn The Sealevel cracked the code to arrange the weather. Und dabei steht ihr auf der Sonnenseite.

Review: claas
 

www.mixtape-radio.de

 

 


Ich weiß, die Idee hab ich schon mal in einer Rezension verwendet. Aber würde dies nicht vielleicht sogar der einzig richtige Weg sein in Zeiten von Tauschbörsen und MP3s? Welcher Weg? Na dem Artwork mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wohlmöglich die Platten ganz anhand des Aussehens zu besprechen. Denn nicht umsonst gibt es liebevoll gestaltete Cover, hübsche Booklets und sonstige Schmeicheleien fürs Auge, die bei MP3s ganz wegfallen.
Okay, bei CDs fällt alles etwas kleiner aus und gerade gute Labels können sich oft das dicke Booklet nicht leisten - mir fallen da zum Beispiel ein paar Veröffentlichungen aus dem Hause K-Records ein. Egal, denn hier geht es um The Sealevel. Die spendieren ihrer CD erstmal ein grünes Tray, das erste in meiner Sammlung (sieht man von Neongrünen Green Day Singles ab) und ein 60ies Style Cover. Klar, oben in der Ecke steht Stereoe und dann werden einige Titel vorne abgelichtet. Einzig irritierend ist das Foto. Ein, ich rate, Ford Mustang in der Wüste. Smells like Nevada, meinetwegen auch Texas, das hat mit Titel wie „Drank The Summer" und dem Beach Boysesken Design wenig zu tun.
Woher kommen die vier Jungs denn nun? Berlin? Das passt auch so gar nicht zum Bild. Wanne Eickel hätte ich im Zweifelsfalle getippt. So bleibt nach der Irritation nur noch die Musik. Und tatsächlich, gleich im ersten song wird über Sommer und Strand gesungen, dazu mehrstimmige Harmoniegesänge im Stile der Beach Boys und ein gut abgehangenes Rock’n’Roll Riff. Hübsch, gute Basslinie und schmissig. Und die Wüste?
Die kommt gleich im zweiten Song, wo sich zum hübschen Picking eine Slidegitarre hinzugesellt, das erinnert an Flo Fernandez und seine Feelings und weißt somit direkt zu gefallen.
„The Way With You" erinnert bisweilien gar an Subterfuge, insbesondere stimmlich und auch The Teenage Fanclub lassen sich neben allen 60ies Referenzen raushören. Einzig eine Enttäuschung bleibt bei all dem Fischen in der Vergangenheit. So authentisch, wie die Songs klingen hätte auch die Produktion sein sollen. Analoger, Wärmer, hier ist vieles doch zu glockenklar. Schade drum... sonst hätte man vielleicht die perfekte Sommerplatte für den Herbst. So warten wir ein paar Monate und gucken, ob aus dieser Herbstplatte bei den ersten warmen Tagen im nächsten Jahr nicht doch die Sonne strahlender glänzt als an diesen Regentagen.

Nillson.de