
FST 068
AVOCADOCLUB - EVERYBODY’S WRONG
Tracklist:
Out of the rain and into the fire
Confessions of a one-trick pony
The doped white mice
Too much space to walk away
Windows
A little badder and a little bolder
The truth is for the hardnailed
Don´t turn cold on me (cause I left you in the rain)
Not even going to the movies
Everybody´s wrong
I
was really beginning to wonder if this album would ever see the light of day
when there it was in my mailbox, and now that it has arrived it is not anything
really approaching what I thought it might be. Of course since I really wasn't
sure what their debut would be like perhaps it actually is. This band has always
been a sort of hit or miss with me, but when they hit I think it is fair to say
few people have crafted such perfect pop songs. I mean deliciously, mind
numbingly perfect. The epitome of that might be their single Too Much Space To
Walk Away which quite likely would be in my top 3 of best singles of the 21st
century so far. That joy is abridged by the fact that the version included on
here is the remix, not the original, and in my humble musings it is not as good.
(good certainly, but not the wallop the original is) There is commentary on the
liner notes how this album has an "autumnal" feel. That is probably a
fair evaluation. It is a tad laid back, somewhat introspective and generally
more easy listening than a "pop" album. Of course that means there are
charmers on here of the more minimal variety such as Windows although the album
does contain another anthemic gem in The Truth Is For The Hardnailed. Taken as a
whole this is a reasonably solid effort. Only one or two cuts I found to be
indifferent about and the rest were good to very good so under my new harsher
(or perhaps realistic) grading system that's a B+, which makes this an album
certainly worthy of your attentions. Großer Pop, kleines Studio
www.indiespinzone.com
Der
Avocadoclub bringt seine feingliedrigen Songs nun auch auf die Bühne
"Too
Much Space To Walk Away" schien vor drei Jahren der große Wurf zu sein:
Bendrik Muhs und André Abshagen heimsten allerseits Lob für einen perfekten
Popsong ein, der es bis ins US-College-Radio schaffte, von dem aber zu Hause
gerade mal 300 Platten verkauft wurden. Da kann einem schon die Lust vergehen.
Der Avocadoclub trennte sich, und Muhs produziert seither hauptsächlich
Soundtracks. "Ich liebe es, Musik zu Bildern zu machen, egal, ob es sich um
ein Fernsehfeature oder Pornostreifen handelt", schwärmt der Anfangdreißiger,
"aber wenn du eh ständig im Studio sitzt und auch noch gerne Songs
schreibst, dann fängst du auch wieder an Platten aufzunehmen".
Hagen Liebing
Jahrelang
war Bendrik Muhs das einzige Mitglied im Avocadoclub. Da sich Südfrüchte, wie
Musik am schönsten im Gefüge einer harmonisierenden Gruppe genießen lassen,
hat der designierte Bandleader die Runde nun erweitert. Mit „Everybody’s
Wrong“ veröffentlichen die Berliner nun ihr Lonplay – Debüt. Muhs, der im
richtigen Leben Journalist ist und sich als Komponist für zahlreiche Filme
schwankender Qualität hervorgetan hat, zeichnet als Schreiber der Stücke
verantwortlich und übernimmt überdies auch den Gesang. Mit sanfter Stimme,
geschult an „Pet Sounds“ und den Smiths, trägt er die wohlklingenden
Popsongs sehr stimmungsvoll und überzeugend vor.
Im eröffnenden „Out Of The Rain And Into The Fire” ist Brian Willson
allgegenwärtig, auch im folgenden “Confessions Of A One-Trick Pony” stammen
die Harmonien aus den Sechziger Jahren. Der Refrain wird von einem Zitat aus
Tennessee Ernie Fords Arbeiterhymne „Sixteen Tons“ angekündigt. „Too Much
Space To Walk Away“ startet darauf eine Traumreise in die 80er. Das Stück
klingt so euphorisch, wie britisch, doch trägt vielleicht ein wenig zu dick
auf. Man verzeiht aber schnell, gibt sich dem betont poppigen Song hin, bis man
in die Kissen von „Windows“ sinkt. Burt Bacharach steht am Fenster und lässt
den Blick über verschneite Landschaften schweifen. „The Truth Is For The
Hardnailed” huldigt wiederum The Lovin Spoonful ebenso wie den Gründertagen
des Britpop.
Stets zeigt sich Muhs als Kenner der Musikgeschichte, erweist seinen Helden
behutsam die Ehre, verbeugt sich beizeiten bis zum Boden. Auf diese Weise ist
Avocadoclub ein warmes, sehr harmonisches Album geglückt. „Everybody’s
Wrong“ bietet feine Melodien, charmante Arrangements und eine gehörige
Portion Pop – Appeal.
www.crazywire.de
Berlin.
Berlin. Alles redet von Berlin. Berlin ist hip in Mode. Berlin ist Hip Hop.
Berlin ist WM. Und beim Bundesvisionsongcontest von Blödel Raab war Berlin
ebenfalls ganz vorne. Was braucht es da noch Bendrik Muhs aus Berlin?
Die
Luft und das Leben dieser Großstadt atmen sich durch die Songs von Bendrik
Muhs, sachte schwingend und verspielt leichtfüßig. Mit „Everybody’s
wrong“ veröffentlicht Bendrik Muhs sein Debut beim Label Firestation Records
und nochmal spricht alles von Berlin. Oliver Korittke schauspielert sich durchs
Video und Julia Gehrmann von den Lemonbabies leistet ihren Anteil am Song des
Albums schlechthin. „Too much space to walk away“ wird in diesem Frühling
rauf und runter laufen, was sonst? Nichts für jüngere, eher für Erwachsene.
Freund Martin Petersdorf, seines Zeichens Berliner Radiolegende, musiziert auch
mit und faßt Avocadoclub wie folgt zusammen: „Scott Miller, Eisi Gulp, Terry
Hall bei Windstärke Acht und ein Dampfer musizierender Emigranten auf halber
Strecke zwischen England und Amerika ... das scheinen mir die größten Einflüsse
zu sein“.
Bendrik Muhs musiziert sich seit seinem zehnten Lenbensjahr durchs Leben.
In
unserer schnelllebigen Zeit schafft das Berliner Projekt einen verträumt
sinnlichen Ruhepol.
Avocado
- eine im Inneren goldgelbe (muss natürlich reif sein) und weiche Frucht, die
wie Schokolade auf der Zunge zergeht... Sinnlich dahinschmelzend beschreibt ein
Kenner das Aroma als nussig, die Konsistenz cremig. Und genau so genießt der Hörer
die Musik vom Berliner Projekt AVOCADOCLUB.
Everybody's Wrong ist gar nicht so negativ, wie man es vom Titel her
vermuten mag. Schon der Opener 'Out Of The Rain And Into The Fire' verklärt
einem so den Blick für die Realität, wie es nur ein "erstes"
Erwachen neben der geliebten Person sein kann - wenn es draußen stürmt,
schneit oder wirklich mal die Sonne scheint und einem alles recht ist, das
breite Grinsen auf dem Gesicht und dieses unverschämte Gefühl des "glücklich
sein" nicht vergeht.
Ein
Highlight ist das Video zur Single 'Too Much Space To Walk Away'. Oliver
Korritke wandelt darin durch den Großstadtjungle Berlins, während AVOCADOCLUB
im Refrain von GOLDLUST (aka Julia Gehrmann/ Lemonbabies) unterstützt werden.
'The Truth Is For The Hardnailed' weicht ein wenig von dem sonst so verführerischen
Piano-Groove ab, poppt dafür hymnisch.
Gleich drei Mal sind AVOCADOCLUB in nächster Zeit im heimischen Berlin zu hören
und zu sehen. Record Release Party ist am 18.03.2006 im KingKongKlub. Am
01.04.2006 spielen sie dann als Support für Ballboy im Prater und am 08.04.2006
ebenfalls im Prater auf dem "Fucking Pop, ey!"-Festival. Also Leutz,
eine Ausrede gilt nicht - genießen, schlemmen und mal zur Ruhe kommen.
www.B-I-B – Band In
Berlin.de
[Persona Non Grata #68, April 2006]
Freudige
Überraschungen aus Berlin kann man ja nicht genug haben. Diese Band hat auf
ihrer Homepage zwar garantiert den nervigsten Hintergrundsound zwischen hier und
Wedding, aber der Hintergrundsound den sie mit ihrer Platte erzeugen, ist eines
Zungenschnalzens vom Popgott würdig. Hätte ich sie blind verkostet würde ich
sagen: USA, 1998, mittlere Lage, im Umfeld von Bands wie Luna und Fountains of
Wayne. Sehr reifer und blumiger Jungspop, zart an den richtigen Stellen, locker
und weich aufgenommen, Geschmack nach alten Cabrios, Holzfußboden und
Sommerhaaren von Mädchen. Sehr gute Stimme von Bendrik Muhs, dem überhaupt
alles hier gehorcht und der alles so feingliedrig und bedacht anordnet, dass man
an eine Renaissance des deutsche Gitarrenpop glauben möchte (der liegt ja seit
dem roten Album von Miles brach). Selten so ein reifes und vielschichtiges Debüt
gehört und schon lange nicht mehr, wie ein paar Gitarrenakkorde wieder in
solchen Einklang zusammengesungen wurden und mich auch an Pulp und die High
Llamas erinnern. Große Sache, Platte der Woche, Reinhören bitte zum Beispiel
in „Confessions Of A One-Tricky Pony“ mit den seltsam magischen Refraingrübchen.
TOO
MUCH SPACE TO WALK AWAY heißt einer der Schlüsseltracks auf dem klassisch schönen
Pop-Debutalbum EVERYBOY'S WRONG des Berliner Projekts AVOCADOCLUB. Hier bündelt
sich alles was die Songs von Bendrik Muhs, Sänger und Kopf des AVOCADOCLUB
ausmacht: zeitlos schöne Melodien, hymnische Großstadtmelancholie, und eine
Stimme, die diese Elemente zu charmant schwingenden Popsongs vereint. Kein
Wunder, dass sich Schauspieler Oliver Korittke darum riss im Videoclip die
Hauptrolle zu spielen und auch Julia Gehrmann (Lemonbabies) nicht lange überzeugt
werden musste den Chorus von TOO MUCH SPACE TO WALK AWAY mit ihrer elfenhaften
Stimme zu zieren.Bendrik Muhs gelingt mit seinem AVOCADOCLUB ein von bittersüßer
Romantik beseeltes Longplay-Debut dass sich mit internationalen Produktionen
messen kann und will.
Die Party zum Debut findet am Samstag im "King Kong Klub", Brunnenstraße
173 in Berlin Mitte, statt.
www.radioeins.de
TOO
MUCH SPACE TO WALK AWAY heißt einer der Schlüsseltracks auf diesem klassisch
schönen Pop-Debut des Berliner Projekts AVOCADOCLUB. Hier bündelt sich alles
was die Songs von Bendrik Muhs, Sänger und Kopf des AVOCADOCLUB ausmacht:
zeitlos schöne Melodien, hymnische Großstadtmelancholie und eine Stimme, die
diese Elemente zu charmant schwingenden Popsongs vereint.
Bendrik Muhs, der in seinem Berliner Studio auch schon mal Sessions mit Erlend
Oye veranstaltet oder mit Kieron Pepper (The Prodigy) an Filmmusik bastelt,
gelingt mit seinem AVOCADOCLUB ein von bittersüßer Romantik beseeltes
Longplay-Debut dass sich mit internationalen Produktionen messen will.
Es ist ein Wandeln durch verschiedene Stile und Stimmungen, das EVERYBODY´S
WRONG zu solch einem Genuss für jeden und jede machen könnte.
AVOCADOCLUB wollen nicht kopieren, sie wollen in Ihrer eigenen Liga spielen. Und
sie wissen genau, welches Register sie ziehen müssen, damit einem ein Schauer
über den Rücken läuft und man sich mit wohliger Wehmut in diese Zeit zurückversetzt
fühlt, diese verrückte Zeit, als man noch nicht so verdammt erwachsen war.
Das Album erscheint am 17.März bei Euren Plattendealer des Vertrauens. Live
sind sie als Support von Ballboy am 07.04.06 in Leipzig zu erleben.
Kajak "Tief Drinnen -
Tras
dos EPs los alemanes Avocadoclub se aprestan este próximo marzo a editar su
primer álbum que ya tiene nombre: "Everybody's Wrong". De este nuevo
trabajo es que nos regalan este MP3 como presentación. Si ya han escuchado los
anteriores EPs que editaron con su casa, la Firestation Records, sabrán que
esperar. Si aun no lo han hecho, pues están frente a una banda de letras melancólicas,
bonitas melodías de instrumentación sencilla y elegante y canciones en
estructura pop. Podría ser la primera sorpresa del próximo año.
www.miraelpendulo.com
Für
den Soundtrack zum verlorenen Blick aus dem Fenster: Der Avocadoclub streichelt
Männerseelen, und Landesvatter träumt Techno als Schatten seiner selbst
Preisfrage: Welcher Name einer tatsächlich existierenden Band ist gerade so
aktuell wie nie? Antwort: The Long Winters.
Womit daran erinnert werden soll, dass manche Bandnamen erst verspätet einen
Sinn erhalten mögen. Schon gespannt darf man sein, in welchem Zusammenhang
Avocadoclub dereinst eine tiefere Bedeutung erlangen wird. Bis es so weit ist,
veröffentlichen die Freunde der fettigen grünen Birne erst einmal ihr erstes
Album "Everybody's Wrong". Der Klub hat allerdings nur ein einziges
Mitglied: Bendrik Muhs spielte sein Debüt nahezu im Alleingang ein. Das
ehemalige Lemonbaby Julia Gehrmann steuerte zwar etwas Backgroundgesang bei, und
ein paar Freunde spielten auf zwei, drei Stücken Bass oder Schlagzeug. Den Rest
aber nahm Muhs, der schon mal mit international bekannten Größen wie Erlend
Oye oder Kieron Pepper von The Prodigy arbeitet, ohne Unterstützung in seinem
Studio auf. Trotzdem klingt der zwischen Americana und fast britischem
Gitarrenpop oszillierende Avocadoclub wie eine echte Band: Was zum einen
beweist, was Technik heutzutage alles vermag, und außerdem, dass Muhs sie
offensichtlich recht souverän beherrscht.
So ganz allein darf man allerdings auch mal trübsinnig werden. Muhs singt zwar
immerhin vom "first day of spring", aber grundsätzlich passt die
Stimmung von "Everybody's Wrong" fast schon zu gut zur Jahreszeit,
auch wenn, zugegeben, Melancholie ein eher herbstliches Gefühl ist. Muhs muss
sich nur vorsehen, dass er sich nicht allzu sehr versteift auf die gefällige
Pose der einsamen Männerseele. Dass er auch anders kann, beweisen zwei Songs,
die auf dem Album nur als Videoclips vertreten sind: Der von Bläsern
dominierte, luftige Sommerhit "Girls Use Deodorants These Days" und
das abgrundtief depressive "All Of Your Gum" loten ganz andere Gefühle
aus als der Avocadoclub, der sich auf "Everybody's Wrong" sonst so
einheitlich präsentiert.
www.taz.de
Pop
ist erwachsen, Avocadoclub sind das beste Beispiel dafür. Das Berliner Projekt
um Bendrik Muhs klingt auf dem Debüt "Everybody's Wrong" nicht nach
Teen-Angst oder juveniler Begeisterung, sondern nach einem Frühlingstag, an dem
alte Freunde zu Besuch kommen, um ein bisschen über alte Zeiten zu
schwadronieren. Die Melodien sind etwas neblig, die Instrumentierung
schwelgerisch. Gleichzeitig ist das alles aber ganz schön ausgefeilt, ein Blick
in die Biografie des Meisters offenbart die Gründe.
Der produzierte schon gemeinsam mit Prodigy-Mitgliedern Filmmusik, frickelte mit
Erlend Oye im Studio herum und war mit den Lemonbabies dicke, deren Julia
Gehrmann auch auf dieser Platte folgerichtig Vocals einsingen durfte. Und: Auch
Oliver Korittke ist großer Fan der Kombo und ließ es sich nicht nehmen, in
einem Video der Band die Hauptrolle zu spielen.
Kein Wunder. Die Songs auf diesem Album sind nicht nur schön, sondern verblüffend
dramatisch. Irgendwo zwischen dem mittleren Stephen Duffy und Scott Walker bauen
Avocadoclub eine Nische, in der Platz für die große Geste, Platz für das große
Gefühl, aber kein Platz für den Kitsch ist. Verzetteln tun sie sich dabei glücklicherweise
selten, lang wird's nur beim Schlusstrack. Und das ist schon in Ordnung, denn
Songperlen wie "Out Of The Rain And Into The Fire" oder "Too Much
Space To Walk Away" holen vorher zuverlässig 45 Minuten lang die Sterne
vom Himmel.
Bewertung: Gesamt: ausgezeichnet
www.cnet.de
Lange Jahre war Sänger Bendrik Muhs mit seiner Musik recht alleine. Und nicht vor, sondern hinter dem Mikrofon. Will sagen, es fehlte nicht an Zuhörern, sondern an Bandmitgliedern. Seine Songs nahm er alleine am 4-Spur-Gerät auf oder im Studio mit befreundeten Musikern, die dann aber zu schnell häuslich wurden, um auf Tour zu gehen. Doch sein Drang Musik zu machen, blieb bestehen. Und Bendrik ging noch einen Schritt weiter. Anfang 2005 kratzte er sein angespartes Geld zusammen und zog sich für ein halbes Jahr ins Studio zurück. Ein richtiges Album sollte es werden, mit allem Drum und Dran. Nun, das ist es auch geworden. Ein richtig gutes, schlüssiges Pop Album, das irgendwo zwischen Lou Reed und The Cure rangiert, mit einem sehnsüchtigen Blick zur britischen Küste, von der aus man nach Amerika aufbrechen könnte. Und auf jeden Fall liegt beim Hören die Vermutung fern, dass der Komponist hier bei uns um die Ecke in Berlin leben könnte. Tut er aber. Und hier wird auch die Record Release Party stattfinden. Denn inzwischen hat Herr Muhs seine Bandkollegen gefunden - u.a. Radio Fritz Moderator Martin Petersdorff am Schlagzeug - und wir können uns auf eine spannende Show am 18.03. im King Klub freuen. Avocadoclub. Jetzt auch als Band erhältlich!
www.berlin030.de
Während
anderswo heftig gerockt wird, hat das Berliner Projekt Avocadoclub sich
bedingungslos dem Pop verschrieben. Die Band eine geschlossene Einheit zu
nennen, würde so nicht stimmen. Besteht sie doch lediglich aus Bendrik Muhs,
der alle Instrumente spielt, singt, komponiert, gleichzeitig selbst produziert
und sich nur hier und da von guten Freunden unterstützen lässt.
Gemessen an dem Arbeitsaufwand, den sich der Wahlberliner aufgehalst hat, ist
ein locker-schwingendes Popalbum entstanden, das vor perlenden Melodien nur so
strotzt. Songs wie Too much space to walk away oder The truth is for the
hardnailed riechen nach frisch erblühten Maiglöckchen und lassen im Herzen
eine Vorahnung an grüne Wiesen im Park und den Duft an die ersten Frühlingstage
entstehen. Dennoch ist Everybody`s wrong kein reines Frühjahrsalbum. Atmet es
doch den Zauber warmer Sommertage mit einem Hauch Sonnenmilch in der Luft, um
sich im nächsten Moment selig an die klamme Schulter feuchter Herbsttage zu
lehnen.
Diese Platte als Meisterwerk zu betiteln, wäre wohl zu vermessen. Ihr jedoch
Schönheit, Romantik und die Erinnerung an bessere, unbeschwertere Zeiten zu
unterstellen, kommt der Wahrheit verdammt nah.
soundmag.de-Bewertung:8 / 10
www.soundmag.de
Junge Bands kommen so schnell hoch in diesen Tagen, da muss man sich behelfen mit Vergleichen.
Die Berliner vom Avocadoclub werden schon mal in die gleiche Ecke gestellt wie Belle & Sebastian. Passt aber gar nicht: Songwriter Bendrik Muhs setzt auf Ohrwürmer, auf soft dahingleitende Songs mit viel Piano, akustischen Gitarren und sorgfältig arrangierten Stimmen. Songs, die ihre Widerhaken erst bei genauem Hinhören entfalten. Dann aber richtig. Wunderbarer Großstadtpop. Einlegen, staunen, freuen.
Hamburger Morgenpost (21.03.06)