
FST 070 V.A. - NEW BRITISH INVASION
Year: 2006
Tracklist:
Neat People Philippa Future (Demo)
The Pipettes
Dirty Mind
Milburn
Lipstick lickin´
Rumble Strips
Motorcycle
The Brothers With Different Mothers
Rocktopussy
The Boyfriends
Once upon a time (Demo)
Decoration
Pine
Harrissons
Wishing well
Lucky Soul
My brittle heart
Keith
Hold that gun
The Sequins
Nobody dreams about me
This Et Al
All you ever be is a dancer
The Bishops
I don´t really know what to say
Vincent Vincent And The Villains
Johnny two bands
The Brights
Redcarsgofaster
The pragmatist (Demo)
Rotary Ten
I fear the field (Demo)
The Lodger
Getting special
Aufgepasst,
da rollt was auf uns zu. Nach dem weltweiten Siegeszug von Gruppen wie Franz
Ferdinand und Bloc Party sowie deren Verfolger The Cribs und Arctic Monkeys ist
nun die dritte Generation von Bands der “New British Invasion³
im Anmarsch!
Passend dazu steht der Sampler “New British Invasion³ in den
Regalen. Zusammengestellt wurde die Compilation von dem Berliner
Gitarrenpop-Label “Firestation Records³ und dem hiesigen Britpop-Zuhause
“Revolver Club³.
18 großartige, in Deutschland überwiegend noch unveröffentlichte Acts der
Szene sind darauf versammelt, getreu dem Motto: Heute schon hören, was uns
morgen die britische Hype-Gazette “New Musical Express³ als “next big thing³
präsentiert.
Das Spektrum reicht vom Mitleidsaufruf “Nobody Dreams About Me³ der Sequins
bis zur Größenwahnnummer “London Belongs To Me³ von The Brights. Von Rock¹n¹Roll
der Harrisons bis zu süßem 60s-Easy-Listening bei Lucky Soul. Von Girlie-Pop
der Pipettes bis zu den Trompeten der Rumble Strips, in der sich der Sänger
recht vorausschauend ein luxuriöses Motorrad anstatt eines elenden Fahrrads
herbeiträumt.
Zu diesem Newcomer-Aufgebot gesellen sich etwas bekanntere Namen: The Bishops,
The Boyfriends, Lodger und Decoration haben in Hamburg Konzerte gespielt. Und
die Sheffielder Band Milburn, mittlerweile mit Major-Plattenvertrag und Album in
der Pipeline, versetzt mit ihrer adrenalinhaltigen Hymne “Lipstick Lickin¹³
in Euphorie! Höchste Zeit, den Union Jack zu hissen.
(ksch) Hamburger
Morgenpost
The New British Invasion also. Die Briten haben´s ja ganz gerne etwas martialisch, wenn es darum geht, etwas zu beschreiben. Nach Bloc Party, Arctic Monkeys, Art Brut und Maximo Park, die letzte Saison den Popground schon schwer beackerten und grösste Erfolge feiern konnten, muckt jetzt die Ersatzbank auf und schickt uns in good old germany noch völlig unbekannte Talente aufs Feld. Bands die Neat People heißen oder The Pipettes, The Boyfriends, Keith, The Sequins oder Vincent Vincent and The Villains. Prominenteste Vertreter auf dieser CD sind die 60ies-Rocker The Bishops, die derzeit durch Deutschland touren und Milburn, die vielen als Support von Arctic Monkeys ein Begriff sind. Insgesamt 18 Bands, die einen sehr interessanten Einblick bieten, was die englische Popszene derzeit zu bieten hat. Auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. Freunde britischer Gitarrenmusik können hier bedenkenlos zugriefen.
5 von 5 Punkten
Neue Szene 06/06
Sie
ist wieder da die neue British Invasion, die erste war ja in den sechziger
Jahren, als vier junge Männer aus Liverpool die Welt nachhaltig verändert
haben. In den Neunziger Jahren sorgten unter anderem zwei Brüder für die nächste
englische Besatzung in der Popmusik, und seit Franz Ferdinand ist die nächste
Invasion aus Großbritannien unterwegs, um an den Namen wie Arctic Monkeys,
Maximo Park, Bloc Party und Kaiser Chiefs zu kratzen. Die vorliegende CD namens
„New British Invasion“ vom Berliner Gitarrenpop-Label Firestation Records
sorgt dafür, dass neues, hoffnungsvolles, junges musikalisches Blut über den
Ärmelkanal bekannt werden soll. Voraussetzung, um als Band auf diese CD zu
kommen war, noch keinen Vertrieb für Deutschland zu haben. Gut, die
Musikindustrie ist auch nicht taub und verschläft Trends, weshalb einige hier
vertretenen Gruppen jetzt schon einen Vertrag hierzulande haben.
Decoration gehören zu den Glücklichen, ihr Sound erinnert an poppige Momente
von Wedding Present. Milurn traten schon im Vorprogramm der Arctic Monkeys auf
und hauen in eine ähnliche Kerbe wie die Affen.
Aber auch sonst ist diese Zusammenstellung eine wahre Fundgrube an
Neuentdeckungen. Die Rumple Strips klingen wie Dexy’s Midnight Runners in Höchstform,
und man liebt ihr „Motorcycle“ gleich von Anfang an. „Wishing Well“ von
den Harrisons ist ein echter Clubhit, gegen den Maximo Park eigentlich fast
einpacken kann. „I Don´t Really Know What To Say“ von The Bishops ist ein
charmanter Sixties Merseybeat-Song, The Pipettes (haben jetzt ein Deal bei V2)
klingen mit „Dirty Mind“ wie eine coole Version von Bananarama,meets Phil
Spector wobei ihre letzte EP noch schmackhaftere Songs parat hatte.
Redcarsgofaster und ihr „The Pragmatist“ bewegen sich in der Gegend düsterer
Popsongs, die man sonst eigentlich nur von vier Herren aus New York in Anzügen
mit einem polizeilichen Namen kennt. Dass Morrissey die Boyfriends liebt, kann
man ihm beim Hören von „Once Upon A Time“ nicht verdenken.
Wirklich eine schöne Zusammenstellung, deren einziger kleiner Mangel darin
besteht, dass manche Stücke direkt von Demoaufnahmen stammen und deshalb
klanglich ein bisschen schwächer daherkommen. Das ändert aber nichts daran,
dass die Songs nahezu durchweg grandios sind, und vor allem alle noch so
unbekannt und hoffnungsvoll zugleich.
Empfohlen wird diese CD übrigens vom Revolver Club in Hamburg, der an
Samstagabenden genauso gekonnt Indie-Perlen spielt wie der KKK.
Kiel4Kiel
Klar, nach den Erfolgen von Franz Ferdinand, den Arctic Monkeys, Bloc Party und all den anderen erscheinen massenweise überflüssige Sampler, die am Britbandtrend mitverdienen wollten. "New British Invasion" ist anders: Fast alle 18 Acts der Zusammenstellung haben in Deutschland noch nicht veröffentlicht, orientieren sich keinesfalls nur am derzeit so erfolgversprechenden Neo-New-Wave - und beweisen, dass die britische Pophistorie noch viele andere Einflüsse bietet. The Bishops brillieren mit klassischem Songwriting im Stil der frühen Beatles, Milburn huldigen dieser Ära um einige Kaliber rockiger, das Trio The Pipettes besticht mit charmantem Girlpop - und dass Morrissey ein großer Fan von The Boyfriends ist, verwundert nicht. Hier kann man - teils noch als Demos - die dicken Dinger von morgen hören. Wetten, dass in einem Jahr mindestens eine Handvoll dieser Bands die Britpopwelt erobert haben wird?(cs)
Kulturnews
One thing
I have learned over 10 plus years of knowing Uwe Weigmann, from Firestation
Records, is that when he puts a compilation together you are guaranteed a
quality listen. Over the years, despite his Berlin base, he has consistently
introduced me to a whole host of classic indie pop bands from right under my
nose in the UK. No mean feat when I think back to the thousands I have spent on
records over the years……….
This compilation is no different (other than it’s a proper CD release rather
than a C90 tape and he’s teamed up with fellow German pop revolutionary, Benny
Ruess, to make it). It is still packed full of wonderful indie tracks with more
than a passing nod to all those seminal 80’s jangle pop heroes that Uwe and I
remember so fondly. Even though it’s 20 years since C86, the crop of bands on
this CD certainly seem possessed by the same spirit.
Of the 18 artists featured, the Boyfriends are probably the most high profile,
having recently completed a European Tour with Morrissey. Their ‘Once Upon A
Time’ demo could easily be a lost out-take from some aborted Smiths re-union
recording session. It is a great track, but by no means out of place amongst the
other tracks here. Decoration’s ‘Pine’ reminds one of vintage the Wedding
Present, if David Gedge had been born in Bolton rather than Middleton and Lucky
Soul could easily be mistaken for prime St Etienne.
Elsewhere, Rotary Ten also appear to have been influenced by the Smiths (and are
all the better for it), while Rumble Strips have a feel of Dexy’s about them
(again a good thing).
If you throw in quality cuts from Milburn, Harrisons, Keith, the Lodger and the
Sequins, the result can only be (and is) aural pleasure.
A must for anyone who appreciates fine indie music.
Dixie
Ernill
www.pennyblackmusic.com
Dieser Sampler enthält
genau das, was der Titel verspricht. 18 Tracks von 18 neuen jungen britischen
Bands, die unter dem Oberbegriff Britpop nur unzulänglich zusammengefasst
werden können. Erfreulicherweise sind es nicht nur die jangelnden Whimp Bands,
die sonst meist auf Firestation erscheinen. Hier geht es mitunter richtig heftig
zur Sache. The Boyfriends, The Bishops, This Et Al oder die Harrisons rocken
sogar richtig. Und mit The Pipettes und Lucky Soul sind zwei richtig tolle
brandaktuelle Girl Pop Bands dabei. Dieser Sampler ist also ideal für alle, die
sich entweder einen kleinen Überblick verschaffen wollen, was im UK momentan
angesagt ist, oder aber für diejenigen, die mal wieder nicht alle limitierten
7“45s rechtzeitig bekommen haben. Es sind jedoch auch einige gänzlich unveröffentlichte
Tracks zu hören. Und für die nächste Party ist der Sampler auch geeignet.
Einfach durchlaufen lassen. Die Zuckungen in den Tanzbeinen kommen von ganz
allein. [[[[
im
Durchschnitt.
Na,
da haben die Herren des Berliner Labels Firestation schon Recht: Was momentan
von der Insel kommt, ist doch bemerkenswert. Bands wie die Arctic Monkeys, Franz
Ferdinand, Hard-Fi oder die Kaiser Chiefs sind auch in Deutschland Teil des
Pop-Konsens. Und da ist es eben Zeit, einen Blick auf die kleinen Bühnen zu
werfen, in die Clubs des Königreichs. "New British Invasion" vereint
18 Bands, die mehr oder weniger referenzhaft das machen, was man von ihnen
erwartet: britische Popmusik mit NME-Faktor, Futter für die stylische Jugend
auch der deutschen Clubs. Dass die Qualität dabei changiert, dürfte klar sein.
Aber insgesamt kann "New British Invasion" überzeugen
- weil einfach ein paar Songs das solide Mittelmaß verlassen und wirklich
Hoffnung auf mehr machen. Erster Höhepunkt sind die Rumble Strips, die man
neulich bereits auf eine - nur mäßig besuchte - Deutschland-Tour schickte: In
"Motorcycle" fabulieren die Herren darüber, was wohl passieren würde,
wenn ihr Fahrrad ein heißer Ofen wäre - und orientieren sich dabei an den
fantastischen Dexys Midnight Runners. Auch The Brothers With Different Names
versuchen sich an Bläsersätzen - die geraten noch etwas windschief, passen
aber gut zu dem schlurfigen Britpop mit 90er-Referenz. Solide klingen die
Arctic-Monkeys-Schützlinge und -Supporter Milburn, während The Boyfriends sich
ebenso wie Decoration arg am Schrammelpop der Früh-90-er orientieren. Lucky
Soul und die Pipettes verzaubern mit süßem Damengesang, Rotary Ten sind so
Twee wie eins Tullycraft. The Lodger wiederum haben eifrig und beflissen den
neuen Graham Coxon gehört.
Und dann sind da noch The Bishops. Ihr "I Just Dont
Know What To Say" ist der beste Track der Platte, zweifellos. Drei junge Männer,
von denen zwei mindestens Brüder, wenn nicht sogar Zwillinge sind. Sie tragen
die gleichen Revue-Jackets und klingen eigentlich genau wie eine Mischung aus
den ganz frühen Beatles und den ganz frühen Monkeys. Das sind natürlich gute
Voraussetzungen für einen Popsong, der in zwei Minuten die eigene
Sprachlosigkeit beklagt. Die Schüchternheit dürfte aber bald vorbei sein -
neben oben erwähnten Milburn sind The Bishops wohl die zweite Band, die auch in
Deutschland spätestens 2007 durchstarten wird.
Bewertung: überzeugend
www.mediendienst teleschau.de
Einmal
im Jahr darf man im Königreich noch einmal an die vermeintlich seligen Zeiten
britischer Kolonialherrschaft zurückdenken
– ganz offiziell und ungeniert feucht-fröhlich. Man kann seine
Union-Jack-Wimpel schwingen, die Königin hochleben lassen, im Gleichschritt und
mit Klatschdiplom der Welt da draußen verkünden: “Rule Britannia! Land of
hope and glory!” Bei der karnevalistisch anmutenden “Last Night Of The
Proms”, dem letzten Abend der berühmten Londoner Promenaden-Konzerte, nimmt
man es mit dem Nationalismus nicht ganz so bierernst, ein bisschen Spaß muss
sein. Three lions on a shirt, Jules Rimet still gleaming: Wir kommen wieder,
keine Frage.?
Ganz so martialisch geht es hier zwar nicht zu, Tradition wird dennoch groß
geschrieben. Wie so oft in letzter Zeit (bzw. eigentlich immer), wenn das
Imperium zum neuerlichen Schlag ausholt. Es gibt kleine und auch schon
ausgewachsene Pop-Momente, in Beatles-Seligkeit schlummernd, indes ganz und gar
nicht so New-Wave-befangen wie all die Acts des letzten Sommers. Die
yet to comes heißen heuer Neat People, The Brothers With Different Mothers oder
The Bishops. Es gibt Girl-Pop mit
Chuzpe (The Pipettes), tanzbare 60s-Nostalgie von und mit Milburn und den
frommen Beat “Wishing Well” von den Harrisons (ha!). Manchmal so frisch,
dass es dem jeweiligen Song noch im Demostadium zur Berücksichtigung gereichte.
“London Belongs To Me” singen The Brights aus Chelmsford – so endet die
Invasion natürlich vor der eigenen Haustür. Eine außerordentlich schöne
Sammlung für das Fahren mit offenem Verdeck. Ob nun in Brighton oder auf
Norderney. Nur eine Frage bleibt: Ob das Brimborium im letzten Sommer erst die
Vorhut war?
www.intro.de
Ha!
Als ob das noch jemand braucht! Einen Sampler mit den neuesten Bands aus Großbritannien.
Das ist doch lachhaft.
Jeden Tag bekommen wir hier die neuen Dinger nur so um die Ohren gehauen und schön
langsam interessiert das auch schon gar nicht mehr jeden, in welcher Band der
Schulfreund vom ersten Gitarristen der vorletzten Band von Alex Kapranos jetzt
die Sängerin geknutscht hat (und zwar auf dem Privatkonzert von Pete
Doherty–sic!).
Jetzt kommen die Typen von Firestation Records daher und stecken uns die „New
British Invasion“ in die Ohren. Schön zu spät, meine Herren. Schön zu spät.
Aber angehört wird das dann doch.
Spielt jeder Brite in mindestens drei Bands und bringt er mit denen im Jahr
durchschnittlich sechs Alben raus? Dann geht das noch ein halbes Jahr gut, bis
ihnen die Luft ausgeht.
„New British Invasion“ ist dann so was wie diese „jung und deutsch und
total in“-Zusammenstellungen hierzulande. Soll und muss man verachten. Kommt
vom bösen Major und dient nur dazu, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Punkt.
Stop! Da der Sampler von einem kleinen Berliner Indie-Label kommt und wohl von
Deutschland aus kompiliert wurde, scheint hier wohl jemand wenig eigennützig
ausgewählt zu haben. Von Herzblut und Liebe zur Musik ist die Rede.
Was dabei rausgekommen ist?
Natürlich wieder 18 Bands, die den Rock´n´Roll noch heuer oder höchstens im
nächsten Jahr retten werden. Im Ernst. Denn es sind gute Bands. Mit großen
Liedern. Sehr geschickt aneinander gereiht.
Wenn diese 18 Bands sich dann gegen 2.568 andere Bands durchsetzen, die gerade
gleichzeitig mit ihnen vor dem Redaktionsbüro des NME campieren, dann wird aus
denen mal was. Echt.
säm
www.Pittiplatsch3000.de
Although they've released tons of great records over the last decade, it seems that many people tend to associate Firestation Records with the Sound Of Leamington Spa series. Well, this compilation of young and unsigned (mostly) bands from Britain shows that the label has an eye on the future of indiepop, as well as its past. This disc has eighteen songs from as many bands, all but two of which I've never heard of before - the Boyfriends were featured as a Demo of the Week here a while back and everyone knows the Pipettes! The rest of the bands are all brand new to me, though, and there are many great ones to choose from, including Milburn, Neat People, the Sequins and Rotary Ten, with the disc's highlights coming from the Harrisons, This Et Al (who kind of reminded me of Sarandon) and Boyfriends. While there is some variety among the bands and songs, many of them tend to share the sound that you'd expect to hear from the label (a few songs even sounded like they could've fit on a Leamington Spa comp) - predominately male vocals, frequently jangly guitars and upbeat melodies. Let's hope that this becomes a popular series for the label, as well! MTQ=15/18
www.indiepages.com
„Es
ist 1996, meine Freundin ist weg und bräunt sich...“, so sangen es einst die
"Fetten Brote". Was hat das nun mit diesem Sampler zu tun? Eigentlich
nichts, und doch: da ist diese Jahreszahl "1996". Das Jahr 1996 war,
zusammen mit dem Jahr 1995 die letzte "große Zeit" des britischen
Pops. Zu dieser Zeit (und auch schon einige Jahre vorher) gab es eine wahre Flut
an neuen Bands. Und um nun die Brücke zu dem vorliegenden Sampler "New
British Invasion" zu schlagen, ist festzuhalten: das Jahr 2005 war auch so
ein Jahr! Jede Woche wurde eine neue englische Band als: “neue heiße Scheiße“
gefeiert. Zum Jahresende nahm das Ganze dann zwar leicht ab und 2006 begann
etwas ruhiger, aber auch jetzt bekommt man fast wöchentlich Neues auf die
Ohren. Das feine Berliner Label Firestation Records hat sich dessen angenommen
und diesen Sampler auf die Beine gestellt. Auf ihm tummeln sich zahlreiche neue
britische Bands, seien es nun die NEAT PEOPLE, THE PIPETTES, MILBURN, THE
BOYFRIENDS oder THE LODGER. Junge, "heiße Scheiße" aus UK also. Sehr
vornehm wurden von fast allen Bands Songs ausgewählt, die noch nicht veröffentlicht
wurden. DAS allerdings offenbart nicht immer das volle Potential, welches in
manch einer dieser tollen Bands steckt. So ist z.B. “Dirty Mind“ von den
PIPETTES (deren EP Ende Mai in Deutschland veröffentlich wird) schon ein
"catchy" Song, allerdings ist das bereits veröffentlichte “Your
Kisses Are Wasted On Me“ doch eine ganze Ecke fetziger. Oder auch bei THE
BOYFRIENDS war ich etwas enttäuscht. Zwar zeigt “Once Upon A Tim“ schon,
weshalb MORRISSEY diese Band so sehr mag. Doch erst der schon veröffentlichte
Song “I Love You“ macht deutlich, warum THE BOYFRIENDS den Ex-SMITHS-Sänger
auf seiner Tour begleiten dürfen. Doch genug dieser Vergleiche, widmen wir uns
lieber den wirklich positiven Seiten dieses 18 Songs umfassenden Samplers. Der
ist ansonsten nämlich ausgesprochen schön geraten. So bietet der Sampler
"New British Invasion" einen guten Überblick über das aktuelle
Musikgeschehen auf der Insel. Neben den bereits anfangs genannten Bands sind
auch noch die HARRISONS, KEITH und THE BISHOPS positiv hervorzuheben.
Alles in Allem eine wirklich sehr feine Indie-Compilation mit überwiegendem
Weitblick, wenn auch leichten Abzügen in der B-Note, weil man sich die Veröffentlichung
ein halbes Jahr vorher gewünscht hätte. Doch so ist es mit Compilations und
ihren zähen Freigaberitualen. Wir empfehlen: kaufen, reinhören, selbst
beurteilen!
www.2006.king-kong-club.de
the
new british invasion - genau so kann man es sagen! um mal einen durchaus
diskutierbaren anfangspunkt zu setzen... was im neuen jahrtausend im jahre 2002
mit den libertines endlich begann - das verscheuchen der britischen
post-britpop-depression - hat sich in den jahren danach - mit den großen namen
gesprochen: franz ferdinand, maximo park, bloc party, arctic monkeys - und mit
unzähligen neuen hervorragenden bands & labels im kleinen vor allem im
jahrgang 05 zu einer wahren welle oder invasion ausgewachsen!
pulp, blur & oasis waren gestern - heute gibt es unzählige blutjunge bands
auf der insel, die dank des internets mit seinen unzähligen blogs, myspaces und
tauschbörsen ihre
musik
(erst) auch ohne label kommunizieren können (siehe die arctic monkeys)!
gleichzeitig gibt es ein revivial zum vinyl-singleformat! jede woche gibt es unzählige
neue 7-inches in limitierten auflagen, von denen nicht wenige am tag ihre
erscheinens bereits vergriffen sind und die wenige wochen später im netz gut
und gerne für das dreifache und mehr gehandelt werden... wir haben nun seit
ende letzten jahres in zusammenarbeit mit dem befreundeten plattenlabel
firestation records aus berlin an der zusammenstellung einer compilation
gearbeitet, die dieser rasanten großartigen entwicklung rechnung trägt! die
idee dahinter war und ist einfach: zu dem zeitpunkt, als bei den bands um
teilnahme angefragt wurde, hatte noch keine einen irgendwie gearteten
vertriebs-deal in deutschland, viele der singles sind nach wie vor nur schwer zu
bekommen oder in england mittlerweile ausverkauft.
Und natürlich ist auch die große musikindustrie nicht untätig: so haben
milburn im januar bei der mercury unterschrieben und ihre major-debutsingle
anfang märz veröffentlicht - sowohl decoration als auch the bishops waren
mittlerweile für ein paar gigs in deutschland, das debutalbum von decoration
ist mittlerweile über indigo auch bei uns erhältlich! die boyfriends werden
zur zeit im nme schon kräftig abgefeiert, so dass es zusammen mit den pipettes,
deren debutalbum ebenfalls ansteht, rumble strips, harrisons & lodger nur
noch eine frage der zeit sein dürfte, bis eine dieser bands für 'größeres'
gesignt werden.
www.Revolver-Club.de
Uiuiui.
Es gibt Frischfleisch, Baby. 18 mal Unveröffentliches und wenig Bekanntes aus
dem Land der Queen, serviert vom Berliner Firestation-Label und dem Revolver
Club aus Hamburg. Zum Zeitpunkt der Zusammenstellung hatte keine der hier
vertretenen Bands einen Plattenvertrieb in Deutschland. Nachwuchsförderung also
heißt das Motto und schon zur Veröffentlichung hat es funktioniert. Bands wie
Decoration oder Milburn sind für den geneigten Hörer inzwischen nichts
komplett Unbekanntes mehr. Dieser Sampler jedoch verspricht mehr. Mehr
hochprozentigen Indiepop mit Suchtpotential. Dabei müssen nicht einmal die
famosen Lodger als leuchtendes Überbeispiel herhalten. Nein, hier dreht sich
einiges: Vom Girlie-Handclap-Pop der Pipettes zum düsteren Boyfriends-Poprock.
Die herzerweichend naiven Wünsche von Brittle Heart mit Bläsersatz im krassen
Gegensatz zu den heftig rockenden This Et Al. Um nur einige Highlights zu
nennen.
Munter drauflos geraten werden darf hier, wer wohl von wem beeinflusst wurde.
Die letzten dreißig Jahre sind alle dabei. Große Helden drücken den Songs
virtuell ihren Stempel auf, während die Helden des Jahres 2006 zeigen, was sie
daraus machen. „This will be our best year!“ So wie das letzte und das
davor. Und das nächste sicher auch. Wer wissen will, was 2006 geht und wer demnächst
mit Dackelaugen vom Cover des NME blicken darf, vertraut sich dieser
Wahrsagerkugel im CD-Format an.
PS:
The Brothers With Different Mother – was für ein Bandname!
www.soundmag.de
Von
Franz Ferdinand, Kaiser Chiefs und Libertines bis zu den Editors oder Maximo
Park war und ist Großbritannien derzeit popkulturell schwer in Mode. „New
British Invasion“ trifft damit den Puls der Zeit, beackert ein gut bestelltes
Feld. Allerdings liefert diese Compilation keine der genannten Gruppen oder
andere übliche Verdächtige, sondern macht auf Nebenschauplätze, Kellerkinder
und potentielle Nachfolger aufmerksam. Keine der versammelten Bands verfügte
zum Zeitpunkt der Zusammenstellung Mitte 2005 über einen Vertriebsdeal in
Deutschland, so dass der Sampler eine Menge Unverhörtes zu bieten hat.
In 18 Stücken offenbart „New British Invasion“ die ganze Bandbreite der
musikalischen Schaffenskunst im Königreich. So liefern die Pipettes mit ihrer
Single „Dirty Mind“ charmanten Girl- Group Pop im Geist der 80er, zeigen
sich Milburn als Liebhaber des Mod von Who bis Jam oder spielen The Boyfriends
kratzigen Garagen- New Wave mit Morrissey- Gesang. Auch „Hold That Gun“ von
Keith verneigt sich besonders stimmlich tief vor den Smiths, während die
Rhythmusgruppe entfernt an The Coral erinnert. Eindeutig im Mersey Beat der
sechziger Jahre landet man dann mit dem beschwingten „I Don`t Really Know What
To Say“ von The Bishops. Sehr schön ist auch das spaßig schräge
„Motorcycle“ von den Rumble Strips.
„New British Invasion“ ist eine begeisternde, abwechslungsreiche und
kurzweilige Stunde Musikvergnügen. Wer nach Beschallung für die nächste
Hausparty sucht wird mit dem Sampler keine Enttäuschung erleben, seinen Gästen
so manche Idee mit auf den Heimweg geben und hat Glück, wenn die CD am Ende des
Abends nicht geklaut wurde.
Punkte: 7 von 10
www.crazewire.de
Zeit
für Ratespielchen: Auf dieser durchweg ausgezeichnet besetzten Compilation
verstecken sich 18 britische Newcomer, die (noch) in der zweiten Reihe stehen,
aber schon bald zum nächsten UK-Hype ausgerufen werden könnten. Unser Tipp:
Setzt euer Geld auf das 60s-Pop-verliebte Mädel-Trio The Pipettes, Morrisseys
neue Lieblinge The Boyfriends und die zeitlosen Mod-Popper The Bishops. Neat
People mit XTC’schem Pop und Rumble Stripes (Zeitgeist meets Northern Soul)
haben Außenseiterchancen. Wenig originell, aber gut: Milburn, Decoration und
Brothers With Different Mothers. Im Auge behalten!
****
www.westzeit.de
Wer hier eine Neuauflage der üblichen „The Bands“-Verschnitte erwartet, wird bitter enttäuscht. Firestation Records haben dagegen ein geschicktes Händchen bei der Auswahl frischer, neuer Bands bewiesen und einen schöne Scheibe Spaß kompiliert, die mal nach Madness, mal nach New Wave, mal nach Garage klingt.
www.live-magazin.de
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Wenn man die
Musikhistorie ein wenig aufdröselt, lassen sich drei große Epochen des modish
Brit-Pop ausmachen: Numero uno - die Jam-geprägten Tage der golden 70s, dos -
the glory manchunian days from the Stone Roses to Oasis Anfang bis Mitte der
90er Jahre und tres - das große Revival der guten british Retro-Rockers, das zu
Beginn des neuen Jahrtausends durch Bands wie den Libertines oder Bloc Party
losgetreten wurde und zur Zeit durch würdige Newcomer wie den Arctic Monkeys
weitergeführt wird. Lektion I "Kurzeinführung in gute Musik"
abgeschlossen, glatte eins mit Sternchen, setzen, danke.
Die wundervollen Menschen des Revolver
Club HH-Rock-Citys haben sich mit eben dieser dritten Dekade des british
Rock ein wenig genauer auseinander gesetzt. In Kooperation mit dem Berliner
Lable Firestation Records hat der Revolver Club eine Compilation
zusammengebastelt, die der Entwicklung dieses Revivals Rechnung trägt. Auf The
New British Invasion finden sich unter anderem wunderbare Künstler wie
Millburn, Lucky Soul, The Bishops, This et al oder Rotary Ten, die hierzulande
noch keinen Vertriebsdeal haben größtenteils als Geheimtipps gehandelt werden.
Erhältlich ist das Ganze auf den Parties des Revolver Club oder beim Plattenhändler
des Vertrauens.
www.popconnection.de
Der Nachwuchs von heute ist die Elite von morgen. Deshalb ist es ratsam, die heranwachsende Generation im Auge zu behalten und so die zukünftige Spreu vom Weizen zu trennen. Die Compilation "New British Invasion" des Berliner Labels Firestation Records hat es sich zur Aufgabe gemacht, die heißesten Anwärter der nächsten Hypemaschinerie zu filtrieren mit dem Ergebnis, dass sich auf dem Sampler 18 Bands die Gitarre in die Hand geben. Angefangen mit Neat People, die mit "Phillipa Future" einen angenehmen Einstand geben über den mitgröhlfreundlichen Song "Wishing Well" von Harrisons bis zu hitverdächtigen "I Fear The Field" von Rotary Ten, wird hier so einiges geboten und über die Zukunft des Britpops muss keine Träne vergossen werden. Und dass sich neu auch gerne an alt orientiert, verdeutlicht nicht nur die Band The Brights, die die alten Smiths-Gefühle wieder aufleben lassen. Waren das noch Zeiten! Besonders schön ist auch der süffisante Song "Motorcycle" von Rumble Strips, der durch seine unaufdringliche Art besonders ins Ohr geht. Darüber hinaus kann man noch großartige Bans wie The Boyfriends, The Lodger oder auch Redcarsgofaster für sich entdecken. Klarer Fall: Eine gelungene Zusammenfassung der kommenden Schönheiten. Man darf sich auf Englands neue Elite freuen.
-Steffi Leins-
www.gaesteliste.de
Seit
etwa drei Jahren sprießen gute britische Bands wie Pilze aus dem Boden. Es fällt
schwer, dabei den Überblick zu bewahren. Abhilfe schafft hier ein Sampler, der
am 12.5. erscheint. Er heißt "New British Invasion" und wurde
zusammengestellt von den Revolver-Club -DJs Benny und Marco. Darauf
vereint sind 18 Songs von unbekannten Bands. Noch unbekannten. Denn viele Lieder
sind vielversprechend. Übrigens scheint das Einbauen von Bläsern wieder
angesagt zu sein. Wie sich zwei dieser Gruppen live anstellen, kann am 13.5.
(21.30 Uhr) im Uebel & Gefährlich (Feldstraße 66) gehört werden.
Zur Releaseparty des Samplers spielen die Morrissey-inspirierten The
Boyfriends sowie The Lodger aus Leeds.
Hamburger Abendblatt